Welche Nährstoffe brauchen Kleinkinder zwischen 1 und 3 Jahren?
Kleinkinder brauchen die gleichen Nährstoffe wie ältere Kinder. Die meisten davon bekommen sie über das Familienessen. Genauer hinschauen lohnt sich bei Vitamin D, Jod und Eisen, weil Kleinkinder davon über das Essen oft weniger bekommen als empfohlen. Ein Präparat ist in diesem Alter nur in wenigen Situationen sinnvoll, etwa für Vitamin D bis zum zweiten erlebten Frühsommer oder für Vitamin B12 bei veganer Ernährung.
- 1–3 Kleinkind
- 4–7 Kindergarten
- 8–12 Schulkinder
- 13–16 Teenager
Was ändert sich bei der Ernährung ab dem ersten Geburtstag?
Zwischen dem ersten und dritten Geburtstag verändert sich vor allem, wie und wo dein Kind isst. Aus Brei und Flasche wird Essen am Familientisch, und oft kommt die erste Betreuung außer Haus dazu.
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Essverhalten
5 Mahlzeiten am Tag
Dein Kind entscheidet mit, wie viel es isst
Empfohlen sind drei Hauptmahlzeiten und zwei kleinere Zwischenmahlzeiten. Was auf den Tisch kommt, bestimmst du. Wie viel davon gegessen wird, entscheidet dein Kind. Dass es an einem Tag viel und am nächsten wenig isst, ist in diesem Alter üblich.
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Betreuung
jedes zweite Kind
Ein Teil der Mahlzeiten findet außer Haus statt
Etwa jedes zweite Kind zwischen einem und drei Jahren geht in eine Krippe oder Kita. Fast alle dieser Kinder essen dort auch zu Mittag. Was es dort gibt, kannst du von zu Hause nur begrenzt beeinflussen.
Wie verändert sich der Nährstoffbedarf von Kleinkindern?
Zwischen dem ersten und dem vierten Geburtstag bleibt der Bedarf laut DGE gleich, denn sie nennt für diese Jahre eine gemeinsame Altersgruppe. Der nächste Schritt kommt mit vier Jahren. Die Grafik zeigt den Verlauf bis 16 Jahre, die Zeit zwischen einem und drei Jahren ist markiert. Wie gut Kleinkinder tatsächlich versorgt sind, steht im nächsten Abschnitt.
Werte für 1 bis 3 Jahre
Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr der DGE. Die Werte gelten jeweils für eine ganze Altersgruppe der DGE, deshalb verläuft die Linie in Stufen.
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Die DGE nennt für alle Altersgruppen ab einem Jahr denselben Wert. Er gilt für den Fall, dass der Körper kein Vitamin D über die Haut bildet.
In diesem Alter kommt ein großer Teil des Calciums aus Milch und Milchprodukten. Ab vier Jahren steigt der Wert deutlich, weil die Knochen weiter wachsen und dabei Calcium einlagern.
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | Jungen | Mädchen |
|---|---|---|
| Kleinkinder 1 bis unter 4 Jahre | 7,0 mg | 7,0 mg |
| Kinder 4 bis unter 7 Jahre | 7,0 mg | 7,0 mg |
| Kinder 7 bis unter 10 Jahre | 10,0 mg | 10,0 mg |
| Kinder 10 bis unter 13 Jahre | 14,0 mg | 14,0 mg |
| Jugendliche 13 bis unter 15 Jahre | 11,0 mg | 16,0 mg |
| Jugendliche 15 bis unter 19 Jahre | 11,0 mg | 16,0 mg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | pro Tag |
|---|---|
| DGE Jod 1–4 Jahre | 90,0 µg |
| DGE Jod 4–7 Jahre | 90,0 µg |
| DGE Jod 7–10 Jahre | 120,0 µg |
| DGE Jod 10–13 Jahre | 120,0 µg |
| DGE Jod 13–19 Jahre | 150,0 µg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | pro Tag |
|---|---|
| 0 bis unter 12 Monate | 10,0 µg |
| 1 bis unter 15 Jahre | 20,0 µg |
| 15 bis unter 65 Jahre | 20,0 µg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | pro Tag |
|---|---|
| DGE Calcium 1–4 Jahre | 600,0 mg |
| DGE Calcium 4–7 Jahre | 750,0 mg |
| DGE Calcium 7–10 Jahre | 900,0 mg |
| DGE Calcium 10–13 Jahre | 1100,0 mg |
| DGE Calcium 13–19 Jahre | 1200,0 mg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | Jungen | Mädchen |
|---|---|---|
| DGE Zink 1 bis unter 4 Jahre | 3,0 mg | 3,0 mg |
| DGE Zink 4 bis unter 7 Jahre | 4,0 mg | 4,0 mg |
| DGE Zink 7 bis unter 10 Jahre | 6,0 mg | 6,0 mg |
| DGE Zink 10–13 Jahre | 9,0 mg | 8,0 mg |
| DGE Zink 13–15 Jahre | 12,0 mg | 10,0 mg |
| DGE Zink 15–19 Jahre | 14,0 mg | 11,0 mg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | Jungen | Mädchen |
|---|---|---|
| DGE Magnesium 1 bis unter 4 Jahre | 170,0 mg | 170,0 mg |
| DGE Magnesium 4 bis unter 7 Jahre | 190,0 mg | 190,0 mg |
| DGE Magnesium 7 bis unter 10 Jahre | 240,0 mg | 240,0 mg |
| DGE Magnesium 10 bis unter 13 Jahre | 260,0 mg | 230,0 mg |
| DGE Magnesium 13 bis unter 15 Jahre (m) | 280,0 mg | 240,0 mg |
| DGE Magnesium 15 bis unter 19 Jahre (m) | 330,0 mg | 260,0 mg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | pro Tag |
|---|---|
| DGE Folsäure 1–4 Jahre | 120,0 µg-FÄ |
| DGE Folsäure 4–7 Jahre | 140,0 µg-FÄ |
| DGE Folsäure 7–10 Jahre | 180,0 µg-FÄ |
| DGE Folsäure 10–13 Jahre | 240,0 µg-FÄ |
| DGE Folsäure 13–19 Jahre | 300,0 µg-FÄ |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | pro Tag |
|---|---|
| DGE B12 1 bis unter 4 Jahre | 1,5 µg |
| DGE B12 4 bis unter 7 Jahre | 2,0 µg |
| DGE B12 7 bis unter 10 Jahre | 2,5 µg |
| DGE B12 10 bis unter 13 Jahre | 3,5 µg |
| DGE B12 13 bis unter 19 Jahre | 4,0 µg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | Jungen | Mädchen |
|---|---|---|
| DGE Vitamin C 1–4 Jahre | 20,0 mg | 20,0 mg |
| DGE Vitamin C 4–7 Jahre | 30,0 mg | 30,0 mg |
| DGE Vitamin C 7–10 Jahre | 45,0 mg | 45,0 mg |
| DGE Vitamin C 10–13 Jahre | 65,0 mg | 65,0 mg |
| DGE Vitamin C 13–15 Jahre Jungen | 85,0 mg | 75,0 mg |
| DGE Vitamin C 15–19 Jahre Jungen | 105,0 mg | 90,0 mg |
Sind Kleinkinder in Deutschland ausreichend mit Nährstoffen versorgt?
Gerade wenn ein Kind wählerisch isst oder mal tagelang kaum etwas anrührt, fragen sich viele Eltern, ob es trotzdem alles bekommt, was es braucht. Für Kleinkinder in Deutschland gibt es darauf eine recht klare Antwort.
Bei den meisten Nährstoffen ja. Weniger als empfohlen nehmen Kleinkinder vor allem an Vitamin D, Jod und Eisen auf.
Wer regelmäßig am Familientisch mitisst, bekommt die meisten Vitamine und Mineralstoffe ganz nebenbei. Das gilt zum Beispiel für Zink, Vitamin C, Vitamin B12 und Folat.
Knapper wird es bei drei Nährstoffen. Bei allen dreien gibt es einen nachvollziehbaren Grund. Vitamin D bildet der Körper vor allem selbst, wenn Sonne auf die Haut scheint, über das Essen kommt ohnehin nur wenig dazu. Jod steckt nur in wenigen Lebensmitteln in größeren Mengen. Deshalb macht es viel aus, ob zu Hause und in der Kita mit Jodsalz gekocht wird. Bei Eisen spielt eine Rolle, dass Kleinkinder meist noch wenig Fleisch essen.
Die Zahlen in den Kacheln zeigen typische Werte für Kinder dieses Alters. Wo dein Kind liegt, hängt davon ab, was es isst.
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Vitamin D
1,1 µg
Vitamin D bekommt ein Kleinkind typischerweise am Tag über das Essen. Das ist wenig, aber das Essen ist auch nicht die Hauptquelle. Den größten Teil bildet der Körper selbst, wenn Sonne auf die Haut scheint.
Frontiers in Nutrition 2024
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Vitamin D
etwa 5 %
der Ein- und Zweijährigen hatten einen Vitamin-D-Mangel im Blut. Die allermeisten hatten also keinen Mangel, obwohl über das Essen nur wenig Vitamin D kommt.
KiGGS Vitamin-D-Status, RKI 2018
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Jod
54 bis 58 µg
Jod bekommt ein Kleinkind typischerweise am Tag. Empfohlen sind 90 µg, also knapp doppelt so viel.
Frontiers in Nutrition 2024; DGE 2025
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Eisen
5,3 mg
Eisen bekommt ein Kleinkind typischerweise am Tag. Empfohlen sind 7 mg. Die Empfehlung ist großzügig angesetzt, damit sie für fast alle Kinder reicht.
Frontiers in Nutrition 2024
Was die Daten nicht hergeben
Die KiESEL-Studie fasst Ein- und Zweijährige zu einer Gruppe zusammen. Dreijährige zählen dort bereits zu den Kindern bis fünf Jahre. Jodsalz konnte die Studie nur teilweise erfassen, die Jodmenge ist deshalb vermutlich etwas höher. Die Studie vergleicht außerdem mit den Werten der EFSA, der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit. Die Kacheln setzen die gemessenen Mengen deshalb zu den DGE-Werten aus dem Abschnitt darüber in Bezug. Blutwerte zu Jod gibt es in Deutschland erst für Kinder ab drei Jahren.
Welche Nährstoffe solltest du bei Kleinkindern im Blick haben?
Die meisten Nährstoffe bekommt dein Kind über das Familienessen. Bei diesen dreien lohnt sich ein genauerer Blick darauf, woher sie kommen.
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Vitamin D
Vitamin D kommt vor allem aus der Sonne, kaum aus dem Essen.
Die Haut bildet Vitamin D, wenn Sonnenlicht darauf trifft. Von Oktober bis März reicht die Sonne in Deutschland dafür nicht aus. Lebensmittel mit nennenswerten Mengen gibt es nur wenige, vor allem fetten Seefisch.
Die Vitamin-D-Gabe aus dem Babyalter wird bis zum zweiten erlebten Frühsommer empfohlen. Danach brauchen gesunde Kleinkinder in der Regel kein Präparat mehr. Ist dein Kind selten draußen oder hat es dunkle Haut, lohnt sich ein Gespräch in der Kinderarztpraxis.
Alles zu Vitamin DIn welchen Lebensmitteln steckt Vitamin D?
- Lachs ein kleines Stück, 40 g 6,5 µg
- Hering ein kleines Stück, 40 g 6,4 µg
- Ei ein Ei, etwa 55 g 1 µg
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Jod
Ob dein Kind genug Jod bekommt, hängt vor allem am Jodsalz.
Jod steckt nur in wenigen Lebensmitteln in größeren Mengen, vor allem in Seefisch, Milch und Eiern. Einen großen Teil liefert Jodsalz. Ob in der Kita oder in gekauftem Brot Jodsalz verwendet wird, ist allerdings sehr unterschiedlich.
Ein Präparat ist hier selten der erste Schritt. Jodsalz beim Kochen, Milchprodukte und ab und zu Seefisch tragen viel bei. Dabei sparsam salzen, Kleinkinder brauchen nur wenig Salz.
Quelle: MRI 2025
Alles zu JodIn welchen Lebensmitteln steckt Jod?
- Kabeljau ein kleines Stück, 40 g 90 µg
- Ei ein Ei, etwa 55 g 24 µg
- Milch ein kleiner Becher, 150 ml 17 µg
- Jodsalz 1g 20 µg
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Eisen
Kleinkinder essen oft noch wenig Fleisch und trinken viel Milch.
Fleisch liefert Eisen, das der Körper gut aufnehmen kann. Aus Getreide und Hülsenfrüchten nimmt er Eisen besser auf, wenn zur gleichen Mahlzeit Obst oder Gemüse mit Vitamin C gegessen wird. Sehr viel Milch kann die Eisenversorgung dagegen ungünstig beeinflussen.
Ein Eisenpräparat ist nur sinnvoll, wenn ein Mangel ärztlich festgestellt wurde. Die Kinderarztpraxis kann das mit einem Bluttest klären.
Alles zu EisenIn welchen Lebensmitteln steckt Eisen?
- Linsen, gekocht 2 Esslöffel, 50 g 1,7 mg
- Rindfleisch ein kleines Stück, 40 g 0,9 mg
- Haferflocken 3 Esslöffel, 20 g 0,9 mg
- Vollkornbrot eine halbe Scheibe, 25 g 0,5 mg
Wie sieht eine ausgewogene Ernährung für Kleinkinder aus?
Kleinkinder brauchen kein eigenes Essen. Was die Familie isst, passt meistens auch für sie, solange es wenig gesalzen und wenig gesüßt ist. Ein paar Grundregeln helfen, den Speiseplan ausgewogen zu gestalten.
Was im Alltag hilft
So sieht ein ausgewogener Speiseplan in diesem Alter aus.
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Reichlich Gemüse, Obst und Getreide
Gemüse, Obst, Brot, Getreideflocken, Nudeln, Reis oder Kartoffeln bilden die Grundlage jeder Mahlzeit. Bei Brot und Getreide ist Vollkorn die bessere Wahl.
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Milch, Fleisch, Fisch und Eier in Maßen
Rund 300 ml Milch und Milchprodukte am Tag, dazu Fleisch in kleinen Mengen und regelmäßig Fisch und Eier. Diese Lebensmittel liefern unter anderem Calcium, Jod und Eisen.
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Sparsam mit Salz, Zucker und Fett
Kleinkinder brauchen nur wenig Salz. Wenn gesalzen wird, dann mit Jodsalz. Als Fett eignen sich Rapsöl und etwas Butter, Süßes bleibt die Ausnahme.
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Wasser zum Trinken
Wasser oder ungesüßter Tee eignen sich zu den Mahlzeiten und für zwischendurch. Milch ist in diesem Alter ein Lebensmittel und kein Getränk gegen den Durst.
Was häufig dazwischenkommt
Situationen, die zwischen einem und drei Jahren oft vorkommen.
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Neue Lebensmittel werden abgelehnt
Das ist zwischen zwei und sechs Jahren besonders häufig und geht meist von selbst vorbei. Oft braucht ein Kind acht bis zehn Versuche, bis es etwas Neues annimmt. Am meisten hilft es, Lebensmittel immer wieder anzubieten, ohne Druck.
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Dein Kind trinkt sehr viel Milch
Wer viel Milch trinkt, hat oft weniger Hunger auf andere Lebensmittel. Außerdem kann viel Kuhmilch die Eisenversorgung ungünstig beeinflussen. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin empfiehlt, nicht mehr als 200 bis 400 ml Milch am Tag zu geben.
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Spezielle Kinderlebensmittel
Kindermilch, Kinderjoghurt oder Kinderkekse sind nicht nötig. Die normalen Lebensmittel vom Familientisch reichen aus.
Braucht ein Kleinkind ein Nahrungsergänzungsmittel?
Die meisten Kleinkinder brauchen kein Präparat. Das Familienessen deckt den Bedarf in der Regel. Es gibt aber einzelne Anlässe, bei denen ein Präparat sinnvoll ist.
Wann ja
Anlässe, bei denen ein Präparat in diesem Alter sinnvoll ist.
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Dein Kind ernährt sich vegan
Vitamin B12 steckt fast nur in tierischen Lebensmitteln. Bei veganer Ernährung muss es deshalb über ein Präparat ergänzt werden. Die Ernährung sollte außerdem fachlich begleitet werden, damit auch Eisen, Jod und Calcium gut ankommen.
Quelle: Gesund ins Leben, BZfE 2022
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Dein Kind bekommt noch Vitamin D aus dem Babyalter
Die Vitamin-D-Tabletten oder -Tropfen aus dem ersten Lebensjahr werden bis zum zweiten erlebten Frühsommer empfohlen. Je nachdem, wann dein Kind geboren ist, reicht das bis ins zweite Lebensjahr. Der erste Geburtstag ist dafür kein Stichtag.
Quelle: Gesund ins Leben, BZfE 2022
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Dein Kind ist selten draußen oder hat dunkle Haut
Dann bildet die Haut weniger Vitamin D. Ob ein Präparat sinnvoll ist, lässt sich in der Kinderarztpraxis klären.
Quelle: Gesund ins Leben, BZfE 2022
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Ein Mangel wurde ärztlich festgestellt
Dann gehört ein Präparat zur Behandlung. Welches und wie lange, legt die Kinderarztpraxis fest.
Quelle: Gesund ins Leben, BZfE 2022
Wann nein
Gründe, die für sich genommen nicht für ein Präparat sprechen.
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Dein Kind isst wählerisch
Das ist in diesem Alter häufig und für sich allein kein Grund für ein Präparat. Wer regelmäßig am Familientisch mitisst, bekommt die meisten Nährstoffe über das Essen. Eine zugelassene Aussage, dass ein Nährstoff den Appetit anregt, gibt es nicht.
Quelle: Gesund ins Leben, BZfE 2022
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Dein Kind ist in der Kita oft krank
Häufige Infekte sind in den ersten Jahren in der Kita normal. Zugelassen ist nur die Aussage, dass ein Nährstoff zur normalen Funktion des Immunsystems beiträgt, nicht dass er Infekte verhindert.
Quelle: European Commission 2012
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Du möchtest die Entwicklung fördern
Auf vielen Präparaten steht, dass sie für Wachstum oder Entwicklung wichtig sind. Das beschreibt, wofür der Körper die Nährstoffe braucht. Es bedeutet nicht, dass ein Präparat bei einem gut versorgten Kind mehr bewirkt als das Essen.
Quelle: Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union 2006
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Vorsorglich, ohne konkreten Anlass
Für gesunde Kleinkinder wird ein Präparat ohne konkreten Anlass nicht empfohlen. Das gilt auch für Multivitaminpräparate.
Quelle: Gesund ins Leben, BZfE 2022
Worauf solltest du bei Präparaten für Kleinkinder achten?
Diese Punkte ergeben sich aus dem Alter deines Kindes. Allgemeine Regeln zu Höchstmengen und Kombinationen gelten in jedem Alter und stehen in der Übersicht zur Sicherheit.
Was in diesem Alter zu beachten ist
Sie betreffen die Form, den Umgang und die Menge.
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Darreichungsform
Die Form muss zur Kaufähigkeit passen
Kleinkinder können noch nicht sicher kauen und verschlucken sich leichter. Bei Fruchtgummis und Kautabletten gilt deshalb die Altersangabe des jeweiligen Produkts. Eine allgemeine Altersgrenze für alle Produkte gibt es nicht. Tropfen oder Tabletten, die sich auf einem Löffel auflösen lassen, sind in diesem Alter einfacher zu geben.
Quelle: Gesund ins Leben, BZfE 2022
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Selbstständigkeit
Präparate gehören außer Reichweite
Kleinkinder stecken vieles in den Mund und unterscheiden noch nicht zwischen Präparat und Süßigkeit. Deshalb muss auf jedem Nahrungsergänzungsmittel stehen, dass es außerhalb der Reichweite kleiner Kinder aufzubewahren ist. Die Tagesmenge gibt immer ein Erwachsener.
Quelle: Bundesministerium der Justiz 2004
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Passende Dosis
Produkte für Ältere sind nicht auf Kleinkinder abgestimmt
Viele Kinderpräparate sind erst ab drei oder vier Jahren gedacht. Produkte für ältere Kinder oder Erwachsene sind auf deren Bedarf abgestimmt. Auch die Höchstmengen, die das Bundesinstitut für Risikobewertung vorschlägt, gelten erst ab 15 Jahren und lassen sich nicht auf Kleinkinder übertragen.
Quelle: BfR 2021
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Besonderheit der Phase
Vitamin D mit Fluorid und Zahnpasta abstimmen
Viele Kinder bekommen im ersten Lebensjahr Tabletten mit Vitamin D und Fluorid. Fluoridtabletten und Zahnpasta mit Fluorid sollen nicht gleichzeitig verwendet werden. Wie ihr das handhabt, besprichst du am besten in der Kinderarztpraxis oder Zahnarztpraxis.
Quelle: Gesund ins Leben, BZfE 2022
Häufige Fragen
Wähl die Frage aus, die dich betrifft.
Soll ich Vitamin D nach dem ersten Geburtstag weitergeben?
Das hängt nicht vom Geburtstag ab, sondern von der Jahreszeit. Empfohlen werden die Tabletten oder Tropfen bis zum zweiten erlebten Frühsommer. Ein Kind, das im Herbst geboren ist, bekommt sie also einen Winter länger als ein Kind, das im Frühjahr geboren ist. Danach brauchen gesunde Kleinkinder in der Regel kein Vitamin-D-Präparat mehr.
Quelle: Gesund ins Leben, BZfE 2022
Mein Kind isst fast nur Nudeln. Fehlt ihm etwas?
Meist nicht. Phasen, in denen Kinder nur wenige Lebensmittel essen, sind in diesem Alter häufig und gehen in der Regel vorbei. Biete weiter verschiedene Lebensmittel an, ohne Druck. Fallen über längere Zeit ganze Lebensmittelgruppen weg, zum Beispiel alle Milchprodukte oder jedes Gemüse, lohnt sich ein Gespräch in der Kinderarztpraxis.
Quelle: Gesund ins Leben, BZfE 2022
Mein Kind ist in der Kita ständig krank. Helfen Vitamine?
Häufige Infekte sind in den ersten Jahren in der Kita normal. Für Vitamine und Mineralstoffe ist nur die Aussage zugelassen, dass sie zur normalen Funktion des Immunsystems beitragen. Dass sie Infekte verhindern oder seltener machen, darf nicht behauptet werden. Sind die Infekte sehr häufig oder dauern sie lange, ist die Kinderarztpraxis die richtige Anlaufstelle.
Quelle: European Commission 2012
Ab wann sind Vitamin-Fruchtgummis für Kinder geeignet?
Eine allgemeine Altersgrenze gibt es nicht. Maßgeblich ist die Altersangabe auf dem jeweiligen Produkt, die meist bei drei oder vier Jahren liegt. Für Kleinkinder, die noch nicht sicher kauen, sind Tropfen oder Tabletten, die sich auflösen lassen, einfacher.
Quelle: Gesund ins Leben, BZfE 2022
Mehr zu DarreichungsformenWas braucht ein vegan ernährtes Kleinkind?
Vitamin B12 muss bei veganer Ernährung immer über ein Präparat ergänzt werden. Außerdem braucht die Ernährung eine sorgfältige Planung, damit auch Eisen, Jod, Calcium und Zink gut ankommen. Empfohlen wird eine fachliche Begleitung durch die Kinderarztpraxis und eine Ernährungsberatung.
Quelle: Gesund ins Leben, BZfE 2022; DGE 2024
Mehr zu veganer Ernährung bei Kindern