
Vitamin D
20 µg pro TagDie Vitamin-D-Tropfen aus dem ersten Lebensjahr fallen weg — vor allem im Winter entsteht dann eine Lücke.
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Worauf es zwischen Beikost und Familienkost wirklich ankommt
Zwischen 1 und 3 Jahren wächst dein Kind enorm — bei kleinem Magen und hohem Nährstoffbedarf. Eine ausgewogene Familienkost mit Vollkorn, Gemüse, Milchprodukten und Fleisch deckt den Bedarf in den meisten Fällen ab. Fünf Nährstoffe verdienen aber besondere Aufmerksamkeit: Vitamin D, Eisen, Jod, Calcium und Omega-3 (DHA).
Eine wählerische Phase ist normal und meist kein Grund für Nahrungsergänzung. Erst wenn ganze Lebensmittelgruppen über mehrere Wochen oder Monate fehlen, lohnt ein genauerer Blick — am besten gemeinsam mit dem Kinderarzt.
Ohne Bewertung. Schreib einfach mit oder fotografier die Mahlzeiten. Ein Ess-Tagebuch über sieben Tage ist aussagekräftiger als das Bauchgefühl und zeigt dir, ob die Kost wirklich so bunt ist, wie du denkst.
Eisen: kommt regelmäßig Fleisch oder gut kombinierte pflanzliche Eisenquellen auf den Tisch? Vitamin D: wurden die Tropfen abgesetzt — und ist gerade Winterhalbjahr? Jod: nutzt ihr jodiertes Speisesalz? Wenn eine oder mehrere dieser Lücken sichtbar werden, weißt du, wo du ansetzen kannst
Bei Auffälligkeiten wie blasser Haut, anhaltender Müdigkeit, schlechtem Wachstum oder häufigen Infekten gehört der erste Schritt zum Kinderarzt — nicht ins Drogerie-Regal. Ein Bluttest klärt, ob ein Mangel tatsächlich vorliegt.
Ein Multivitamin-Präparat ist selten der richtige Weg. Wenn dein Kind Vitamin D braucht, gibt es Vitamin D. Wenn Eisen fehlt, gibt es Eisen — nach ärztlicher Empfehlung. Pauschale Multivitamine bringen das Risiko mit, einzelne Nährstoffe (vor allem Vitamin A oder D) zu überdosieren.
Mit etwa 4 Jahren ändert sich vieles: der Kita-Besuch bringt neue Essenssituationen, die Geschmackspräferenzen werden stabiler. Die nächste Altersphase (4 bis 7 Jahre) hat eigene Schwerpunkte — gerade beim Eintritt in die Kita lohnt ein neuer Blick.
Drei Dinge sind in dieser Phase wichtig zu wissen:

Die Vitamin-D-Tropfen aus dem ersten Lebensjahr fallen weg — vor allem im Winter entsteht dann eine Lücke.
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Mit dem Übergang von Säuglingsnahrung zur Familienkost wird Eisen häufig knapp.
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Die Jodversorgung von Kleinkindern in Deutschland gilt laut BfR als grenzwertig.
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Wichtig für die Gehirnentwicklung in dieser Phase (EFSA-Empfehlung für 7 bis 24 Monate; danach 250 mg DHA und EPA).
Mehr zu Omega 3Bildet die Grundlage jeder Mahlzeit. Bei jeder Hauptmahlzeit sollte etwas davon dabei sein.




In altersgerechten Mengen ergänzend. Tierische Eiweißquellen täglich, aber in kleinen Portionen — Hülsenfrüchte und Nüsse als pflanzliche Eiweißlieferanten.





In kleinen Mengen. Pflanzliche Öle und Fette in kleinen Portionen täglich, Süßigkeiten und fettreiche Snacks eher selten und bewusst dosiert.





Drei Detailartikel passen besonders gut zu dieser Altersphase:
Vitamin D entsteht hauptsächlich in der Haut, wenn Sonnenlicht darauf trifft. Über das Essen kommt nur wenig dazu, deshalb liegt die Zufuhr aus Lebensmitteln bei fast allen Kindern unter dem Referenzwert. Daraus lässt sich kein Mangel ableiten. Zwischen Oktober und März steht die Sonne in Deutschland zu tief für die Bildung über die Haut. Die Ernährungskommission der DGKJ empfiehlt ab dem zweiten Lebensjahr regelmäßige Zeit im Freien und sieht eine vorbeugende Gabe im Winter nur für Risikogruppen als sinnvoll an. Wie gut ein Kind versorgt ist, zeigt ein Blutwert. Die Einordnung gehört in die kinderärztliche Praxis.
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Die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA stecken vor allem in fettem Seefisch wie Lachs, Hering oder Makrele. Pflanzliche Quellen wie Leinöl oder Walnüsse liefern eine Vorstufe, die der Körper nur in geringem Umfang in EPA und DHA umwandelt. Für vegan ernährte Kinder ist Algenöl die einzige direkte pflanzliche Quelle. Kinder zwischen 6 und 11 Jahren essen im Schnitt rund 65 Gramm Fisch pro Woche, empfohlen sind je nach Alter 70 bis 130 Gramm. Wie groß die Lücke bei EPA und DHA tatsächlich ist, lässt sich nicht beziffern: Es gibt für Kinder keinen deutschen Referenzwert für diese beiden Fettsäuren, und der erfasste Fischverzehr unterscheidet nicht zwischen fettem Seefisch und magerem Weißfisch.
Eisen steckt in Fleisch, Hülsenfrüchten, Vollkorn und grünem Gemüse. Aus tierischen Lebensmitteln nimmt der Körper es besser auf als aus pflanzlichen. Vitamin C aus Obst oder Gemüse verbessert die Aufnahme aus pflanzlichen Quellen deutlich, deshalb lohnt die Kombination in einer Mahlzeit. Der Bedarf steigt mit dem Alter: 7 mg bei Kleinkindern, 10 mg ab 7 Jahren, 14 mg ab 10 Jahren. Ab 13 Jahren brauchen Mädchen 16 mg, Jungen 11 mg. Nach EsKiMo II liegt die Eisenzufuhr besonders bei Mädchen zwischen 6 und 17 Jahren unter dem Referenzwert. Vor einer Eisengabe gehört ein Blutwert, weil zu viel Eisen im Körper nicht einfach ausgeschieden wird.
Das Wachstum verlangsamt sich, das Essverhalten wird stabiler. Ein Teil der Mahlzeiten findet außer Haus statt, in der Kita oder bei der Betreuung. Damit entscheidet nicht mehr nur der Haushalt darüber, was auf dem Teller liegt. Die Eisenzufuhr wird in dieser Altersgruppe nach KiESEL im Median fast erreicht, anders als bei Kleinkindern. Auffällig bleiben Calcium, Jod und Vitamin D. Der Calciumbedarf steigt von 600 auf 750 mg pro Tag, weil das Skelett weiter aufgebaut wird.
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