Welche Nährstoffe helfen bei Beschwerden von Kindern?

Wenn ein Kind oft krank ist, schlecht schläft oder sich nicht konzentrieren kann, liegt der Gedanke nahe, dass ihm etwas fehlt. Meistens ist das nicht der Fall. Der Körper braucht bei Beschwerden nicht mehr Vitamine oder Mineralstoffe als sonst.

Zwei Ausnahmen gibt es, und in beiden stellt eine Ärztin oder ein Arzt die Ursache fest: Eisen bei einer bestimmten Schlafstörung und Zink bei akutem Durchfall.

Bei allen anderen Beschwerden steht in den ärztlichen Empfehlungen etwas anderes an erster Stelle als ein Präparat. Bei Schlafproblemen die Abendroutine, bei Verstopfung Trinken und Bewegung.

Zuletzt geprüft am 9. September 2026
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Geltungsbereich

Worum es auf dieser Seite geht, und worum nicht

Auf dieser Seite geht es um die Frage, ob Beschwerden den Nährstoffbedarf verändern. Wie eine Beschwerde behandelt wird, klärt die kinderärztliche Praxis.

Dafür sind diese Angaben gedacht

  • Gesunde Kinder von 1 bis 16 Jahren mit alltäglichen, vorübergehenden Beschwerden
  • Eltern, die wissen wollen, ob eine Beobachtung mit der Ernährung zu tun hat
  • Die Frage, was die Studien zu Nährstoffen bei diesen Beschwerden zeige

Dafür sind diese Angaben nicht gedacht

  • Kinder mit anhaltenden oder starken Beschwerden
  • Kinder mit einer bestehenden Diagnose, für die eine Behandlung läuft
  • Die Behandlung einer Beschwerde
  • Die Frage, ob bei deinem Kind ein Mangel vorliegt

Anhaltende Beschwerden, Gewichtsverlust, Blut im Stuhl, nächtliche Schmerzen, starke Tagesmüdigkeit, Atempausen im Schlaf oder ungewöhnlich schwere Infekte gehören in die kinderärztliche Praxis.

Datenlage

Was du über Symptome und Nährstoffe wissen solltest

Bei Beschwerden im Kindesalter werden häufig Nahrungsergänzungsmittel als Lösung in Betracht gezogen. Die folgenden Punkte helfen dabei, die Bedeutung der Nährstoffversorgung bei Beschwerden einzuordnen.

Alter und Geschlecht bestimmen, wie viel ein Kind braucht

Braucht mein Kind mehr Vitamine, wenn es Beschwerden hat?

Nein. Die Empfehlungen für Vitamine und Mineralstoffe sind nach Alter und Geschlecht sortiert. Für häufige Infekte, schlechten Schlaf oder Konzentrationsprobleme gibt es keinen Aufschlag.

Was sich ändern kann, ist das Essen. Wer sich unwohl fühlt oder unter Druck steht, isst oft anders. Dann kommt weniger an, obwohl der Bedarf gleich bleibt.

DGE 2025 · BfR 2024

mit Diagnose kann ein Nährstoff Teil einer Behandlung sein

Gibt es Beschwerden, bei denen ein Nährstoff hilft?

Ja, aber immer erst nach einer Diagnose. Beim Restless-Legs-Syndrom, einer bestimmten Schlafstörung, gehört Eisen zur Behandlung, wenn ein Bluttest einen niedrigen Wert zeigt. Und bei akutem Durchfall empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation Zink für zehn bis vierzehn Tage.

Das sind zwei Beispiele aus den ärztlichen Empfehlungen. In beiden Fällen wurde die Ursache vorher festgestellt. Beides sind Behandlungen, nichts, was man selbst beginnt.

WHO 2024

selten zuerst steht ein Präparat in den ärztlichen Empfehlungen

Ist ein Präparat der erste Schritt?

In den meisten Fällen nicht. Bei Schlafproblemen empfehlen Ärztinnen und Ärzte zuerst feste Abendroutinen und weniger Bildschirmzeit. Bei Verstopfung Trinken, Bewegung und regelmäßige Toilettenzeiten. Bei häufigen Infekten steht zunächst die Frage, ob die Häufigkeit überhaupt ungewöhnlich ist.

Ein Nährstoff kommt dort ins Spiel, wo eine Untersuchung einen Mangel zeigt. Vorher gibt es meist andere Ansatzpunkte.

Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition 2026 · BfR 2024

nur bei Mangel zeigt ein Nährstoff überhaupt eine Wirkung

Wirkt ein Nährstoff auch ohne Mangel?

Nein. Das zeigt sich am deutlichsten bei Eisen und Konzentration: In einer Auswertung von 13 Studien mit Schulkindern verbesserten sich Aufmerksamkeit und Gedächtnis, aber nur bei Kindern mit zu niedrigen Eisenwerten. Bei Kindern mit normalen Werten brachte dieselbe Gabe nichts.

Ein Nährstoff kann eine Lücke schließen. Wo keine Lücke ist, gibt es auch nichts zu schließen. Das gilt für alle Nährstoffe, nicht nur für Eisen.

PLOS ONE 2023

meist Erwachsene wurden untersucht, nicht Kinder

Gelten Studienergebnisse auch für Kinder?

Nicht automatisch. Viele Untersuchungen zu Nährstoffen und Beschwerden wurden mit Erwachsenen durchgeführt. Bei Magnesium und Schlaf etwa stützt sich die meistzitierte Auswertung auf drei kleine Studien mit älteren Menschen. Für Kinder gibt es dazu keine Daten.

Wenn ein Präparat mit einer Wirkung wirbt, lohnt die Frage, an wem sie untersucht wurde und in welcher Menge.

BfR 2024

Im Einzelnen

Typische Beschwerden im Kinder- und Jugendalter

Bei den meisten Symptomen, die Eltern an Nahrungsergänzung denken lassen, sind die wichtigsten Hebel andere — Schlaf, Routinen, Bildschirmzeit, Lebensumstände. In bestimmten Konstellationen kann ein Blick auf einzelne Nährstoffe trotzdem sinnvoll sein.

Häufige Infekte

Mein Kind ist ständig erkältet, fehlt ihm etwas?

Kinder in Kita und Grundschule haben viele Infekte, das gehört zur Entwicklung des Immunsystems. Häufigkeit allein ist deshalb noch kein Hinweis darauf, dass etwas fehlt.

Ein Nährstoff, der zuverlässig vor Erkältungen schützt, ist nicht bekannt. Bei Vitamin C wurde geprüft, ob eine tägliche Einnahme davor bewahrt: Sie tut es nicht, verkürzt die Dauer bei Kindern aber im Schnitt etwas. Bei Vitamin D ließ sich in einer sehr großen Auswertung kein Schutz nachweisen.

Auffällig wird es, wenn Infekte ungewöhnlich schwer verlaufen, sehr lange dauern oder das Kind sich zwischendurch nicht erholt. Das gehört in die kinderärztliche Praxis.

  • Häufige Infekte sind im Kita-Alter normal
  • Kein Nährstoff schützt zuverlässig davor
Detailartikel Immunsystem

Quellen: Cochrane Database of Systematic Reviews 2013; Lancet Diabetes & Endocrinology 2025

Schlafprobleme

Mein Kind schläft schlecht, kann ein Nährstoff helfen?

Zu Nährstoffen und Kinderschlaf gibt es kaum Untersuchungen. Was man zu Magnesium liest, stammt aus Studien mit älteren Erwachsenen und lässt sich nicht übertragen.

Eine Ausnahme gibt es: das Restless-Legs-Syndrom. Kinder mit dieser Schlafstörung haben ein unangenehmes Kribbeln in den Beinen und einen starken Bewegungsdrang, vor allem abends. Zeigt ein Bluttest niedrige Eisenwerte, gehört Eisen zur Behandlung.

Bei gewöhnlichen Einschlafproblemen empfehlen Ärztinnen und Ärzte zuerst feste Abendroutinen, weniger Bildschirmzeit und eine ruhige Umgebung. Bei Schnarchen, Atempausen oder starker Tagesmüdigkeit sollte die Ursache abgeklärt werden.

  • Für Kinder gibt es kaum Daten
  • Zuerst Abendroutine und Bildschirmzeit prüfen
Detailartikel Schlaf

Quellen: American Academy of Sleep Medicine 2025

Konzentration

Mein Kind kann sich schlecht konzentrieren, liegt es an der Ernährung?

Meistens nicht. Konzentrationsprobleme haben in der Regel andere Ursachen: zu wenig Schlaf, Belastung in der Schule, oder ein unentdecktes Seh- oder Hörproblem. Diese drei lohnen sich zuerst anzuschauen, weil sie sich klären lassen und häufiger zutreffen.

Ein Nährstoff kommt trotzdem in Frage: Eisen. Wenn zu wenig davon im Blut ist, kann das Aufmerksamkeit und Gedächtnis beeinträchtigen. Ob das zutrifft, zeigt ein Bluttest. Danach zu fragen ist sinnvoll, besonders bei Mädchen ab der Pubertät.

Omega-3 wird für Konzentration und ADHS oft empfohlen. Untersuchungen mit über 2.300 Kindern fanden dafür keine Grundlage.

  • Eisen wirkt nur bei nachgewiesenem Mangel
  • Schlaf und Sehkraft zuerst prüfen
  • Omega-3 zeigt bei ADHS keinen Effekt auf Konzentration
Detailartikel Konzentration

Quellen: PLOS ONE 2023; Cochrane Database of Systematic Reviews 2023

Verdauung

Mein Kind hat Verdauungsprobleme, was hilft?

Bei Verstopfung ist eine altersgerechte Menge an Ballaststoffen und Flüssigkeit sinnvoll. Mehr davon hilft aber nicht. Für Probiotika gibt es in den ärztlichen Empfehlungen keine Grundlage. Was tatsächlich empfohlen wird, sind regelmäßige Toilettenzeiten, Bewegung und bei Bedarf ein ärztlich verordnetes Mittel.

Bei akutem Durchfall sieht es anders aus. Hier gehen tatsächlich Flüssigkeit und Salze verloren, die ersetzt werden müssen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt zusätzlich Zink für zehn bis vierzehn Tage bei Kindern bis zehn Jahre.

Bei Blut im Stuhl, starken Bauchschmerzen oder anhaltendem Durchfall gehört das Kind in die Praxis.

  • Verstopfung: mehr Ballaststoffe helfen nicht
  • Durchfall: Flüssigkeit und Salze ersetzen
  • Für Probiotika gibt es keine Empfehlung
Detailartikel Verdauung

Quellen: Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition 2026; WHO 2024

Stress und Erschöpfung

Mein Kind wirkt gestresst, braucht es mehr Nährstoffe?

Ein erhöhter Bedarf durch Stress ist nicht belegt. Ein Präparat setzt an dieser Stelle nicht am Problem an.

Entscheidend ist, woher die Belastung kommt: Schule, Freundschaften, Veränderungen in der Familie, Schlafmangel. Wenn ein Kind über längere Zeit angespannt oder erschöpft wirkt, sich zurückzieht oder in der Schule abfällt, gehört das mit der kinderärztlichen Praxis besprochen. Dort lässt sich auch klären, ob eine andere Ursache dahintersteckt.

Nebenbei lohnt der Blick aufs Essen. Wer angespannt ist, lässt Mahlzeiten aus oder isst einseitiger. Das lässt sich beobachten und ist ein Punkt, an dem man ansetzen kann.

  • Ursache steht im Vordergrund
Detailartikel Stress

Quellen: BfR 2024

Konstellationen

Was auf dein Kind zutrifft

Umstände, die die Einschätzung verändern, unabhängig davon, welche Beschwerde zutrifft.

Mehreres zusammen Wenn mehrere Beschwerden gleichzeitig auftreten

Oft steckt eine gemeinsame Ursache dahinter.

Ein Kind, das schlecht schläft, wird tagsüber unkonzentriert sein. Eines, das ständig erkältet ist, schläft schlechter. Beschwerden hängen häufig zusammen, und dann ist die Frage nicht, welcher Nährstoff fehlt, sondern was am Anfang der Kette steht.

Am häufigsten ist es der Schlaf. Wer zu wenig schläft, ist unaufmerksamer, gereizter und anfälliger. Bevor du an die Ernährung denkst, lohnt der Blick darauf, wie viel dein Kind tatsächlich schläft.

BfR 2024

Dauer Wenn die Beschwerde seit Monaten besteht

Die Dauer sagt mehr als die Beschwerde selbst.

Zwei Wochen Schlafprobleme nach einem Umzug sind etwas anderes als ein halbes Jahr. Viele Beschwerden im Kindesalter sind Phasen und gehen von selbst vorbei.

Wenn etwas über Monate bestehen bleibt, ändert das die Einschätzung. Nicht weil damit ein Nährstoffmangel wahrscheinlicher wird, sondern weil es dann Zeit ist, die Ursache zu klären statt weiter abzuwarten.

BfR 2024

Einseitiges Essen Wenn dein Kind ohnehin sehr einseitig isst

Dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass etwas knapp ist.

Bei einem Kind, das abwechslungsreich isst, ist ein Nährstoffmangel als Ursache unwahrscheinlich. Wenn ganze Lebensmittelgruppen über längere Zeit fehlen, sieht das anders aus.

Der Ansatzpunkt ist dann aber nicht die Beschwerde, sondern das Essen. Welche Gruppen fehlen und wie lange schon, lässt sich in einer Woche aufschreiben. Das ist der bessere Ausgangspunkt für ein Gespräch in der Praxis als die Beschwerde allein.

BfR 2024

Wachstum Wenn Wachstum oder Gewicht auffällig verlaufen

Das gehört unabhängig von der Beschwerde abgeklärt.

Wenn die Wachstumskurve abknickt oder das Gewicht ungewöhnlich verläuft, ist das ein eigener Grund für eine ärztliche Einschätzung. Unabhängig davon, welche Beschwerde dich beschäftigt.

Umgekehrt gilt: Normales Wachstum schließt nicht aus, dass ein einzelner Nährstoff knapp ist. Ein Kind kann altersgerecht wachsen und trotzdem zu wenig Eisen im Blut haben.

BfR 2024

Wenn keiner dieser Punkte zutrifft

Dann ist die Lage meist unauffälliger, als sie sich anfühlt. Eine einzelne Beschwerde, die seit kurzem besteht, bei einem Kind, das normal isst und wächst, spricht selten für einen Nährstoffmangel. In diesen Fällen lohnt es sich, zuerst die naheliegenden Ursachen anzuschauen: Schlaf, Belastung, Tagesablauf. Wenn du unsicher bleibst, ist das Gespräch in der kinderärztlichen Praxis der nächste Schritt.

Vorgehen

Wie du vorgehen kannst

Geh der Reihe nach vor. Das Essen kommt erst an dritter Stelle, weil bei den meisten Beschwerden vorher etwas anderes die Erklärung ist.

  1. 01

    Aufschreiben, was genau passiert

    Notier zwei Wochen lang, wann die Beschwerde auftritt und wie stark. Bei Schlafproblemen die Einschlafzeit und das Aufwachen, bei Infekten Beginn und Dauer, bei Konzentrationsproblemen die Situationen, in denen es schwerfällt.

    Das klingt nach Aufwand, ist aber der Unterschied zwischen einem Gefühl und einer Beobachtung. Und in der Praxis ist es die Grundlage für jedes Gespräch.

  2. 02

    Die naheliegenden Ursachen prüfen

    Wie viel schläft dein Kind tatsächlich? Wie viel Zeit verbringt es vor Bildschirmen, und wann? Gibt es Belastungen in der Schule oder zu Hause? Wann war der letzte Seh- und Hörtest?

    Bei den meisten Beschwerden liegt hier die Erklärung. Und diese Dinge lassen sich ändern, ohne dass etwas gekauft werden muss.

    BfR 2024

  3. 03

    Schauen, ob eine Lebensmittelgruppe fehlt

    Die Frage lautet nicht, ob ein bestimmter Nährstoff fehlt. Sie lautet, ob eine ganze Gruppe über längere Zeit nicht vorkommt: Milchprodukte, Fleisch oder Fisch, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte.

    Wenn alle Gruppen regelmäßig auf dem Teller landen, ist ein Nährstoffmangel als Ursache unwahrscheinlich. Wenn eine fehlt, weißt du, wo du ansetzen kannst.

    Zu den Ernährungssituationen →
  4. 04

    Abklären lassen statt auf Verdacht ergänzen

    Wenn die Beschwerde bleibt, ist die kinderärztliche Praxis der nächste Schritt. Nimm deine Notizen mit. Für Eisen, Vitamin D und Vitamin B12 gibt es Blutwerte, die sich bestimmen lassen.

    Ein Präparat auf Verdacht bringt in der Regel nichts. Es verdeckt im ungünstigen Fall sogar, dass die eigentliche Ursache noch nicht gefunden ist.

    BfR 2024

Häufige Fragen

Was Eltern uns oft fragen

Hilft ein Multivitamin, wenn mein Kind oft krank ist?

Nicht zuverlässig. Ein Nährstoff, der vor Infekten schützt, ist nicht bekannt. Wenn ein Kind abwechslungsreich isst, ist ein Mangel als Ursache unwahrscheinlich. Ein Multivitamin deckt außerdem Nährstoffe mit ab, für die kein Bedarf festgestellt wurde.

BfR 2024

Was bedeutet „trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei"?

Dass der Körper diesen Nährstoff braucht, damit das Immunsystem normal arbeitet. Solche Aussagen sind geprüft und zugelassen. Sie sagen aber nicht, dass mehr davon vor Infekten schützt oder eine Beschwerde bessert. Eine Aussage, dass ein Nährstoff bei einer Beschwerde hilft, dürfte auf einer Packung gar nicht stehen.

Wann ist eine Blutuntersuchung für mein Kind sinnvoll?

Wenn eine Beschwerde über längere Zeit bleibt oder es einen konkreten Anlass gibt: einseitiges Essen, eine Ernährungsform ohne tierische Lebensmittel, starke Regelblutungen. Für Eisen, Vitamin D und Vitamin B12 gibt es etablierte Werte. Ohne solchen Anlass wird in der Regel nicht getestet, weil eine Blutabnahme für ein Kind eine Belastung ist. Ob und was bestimmt wird, entscheidet die kinderärztliche Praxis.

Kann es schaden, ein Präparat einfach auszuprobieren?

In manchen Fällen ja. Auch bei wasserlöslichen Vitaminen gibt es Obergrenzen, und für die zählt alles zusammen, was ein Kind aufnimmt. Bei Eisen kann eine Gabe ohne Bedarf schaden, weil der Körper überschüssiges Eisen nicht einfach ausscheidet. Und ein Präparat kann verdecken, dass die eigentliche Ursache noch nicht gefunden ist.

Wie lange sollte ich abwarten, bevor ich zum Arzt gehe?

Dafür gibt es keine feste Frist. Viele Beschwerden im Kindesalter sind Phasen und gehen von selbst vorbei. Nicht abwarten solltest du bei Gewichtsverlust, Blut im Stuhl, nächtlichen Schmerzen, Atempausen im Schlaf oder ungewöhnlich schweren Infekten. Auch wenn etwas über Monate bestehen bleibt, lohnt das Gespräch.

Register

Quellen

Referenzwerk

Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr Vitamin D

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), 3. Auflage, 1. Ausgabe, 2025

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Stellungnahme

Scientific opinion on the tolerable upper intake level for vitamin B6

European Food Safety Authority (EFSA), 2023. Altersabhängige Höchstmengen: 3,2 mg für 1 bis 3 Jahre, 4,5 mg für 4 bis 6, 6,1 mg für 7 bis 10, 8,6 mg für 11 bis 14, 10,7 mg für 15 bis 17

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FAQ / Fragen und Antworten

Nahrungsergänzungsmittel für Kinder – (k)eine gute Idee?!

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2024

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Leitlinie

Attention deficit hyperactivity disorder: diagnosis and management

National Institute for Health and Care Excellence (NICE). NICE guideline NG87, Empfehlung 1.6.4

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Leitlinie

Treatment of restless legs syndrome and periodic limb movement disorder

American Academy of Sleep Medicine, Winkelman JW, et al., 2025. Klinische Leitlinie. Bei Kindern mit RLS und Ferritin unter 50 ng/ml bedingte Empfehlung für Eisen

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Leitlinie

Guidelines for treatment of functional constipation in children aged 0–18 years

Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition, Gordon M, et al., 2026. Gemeinsame Leitlinie von ESPGHAN und NASPGHAN. doi:10.1002/jpn3.70447

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Leitlinie

Guideline on management of pneumonia and diarrhoea in children up to 10 years of age

World Health Organization (WHO), 2024. Bedingte Empfehlung: 5 mg Zink täglich für 10 bis 14 Tage bei akuter oder anhaltender Diarrhö, zusammen mit niedrig-osmolarer Rehydratationslösung

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Studie

Vitamin C for preventing and treating the common cold

Cochrane Database of Systematic Reviews, Hemilä H, Chalker E, 2013. Systematischer Review, 29 Vergleiche mit 11.306 Teilnehmenden zur Häufigkeit

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Studie

Zinc for prevention and treatment of the common cold

Cochrane Database of Systematic Reviews, Nault D, et al., 2024. Systematischer Review, 34 Studien, davon 12 mit Kindern

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Studie

Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory infections

Lancet Diabetes & Endocrinology, Jolliffe DA, et al., 2025. Systematischer Review und Metaanalyse, 40 placebokontrollierte Studien mit 61.589 Teilnehmenden

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Studie

Effects of iron supplementation on cognitive development in school-age children

PLOS ONE, Gutema BT, et al., 2023. Systematischer Review und Metaanalyse, 13 randomisierte Studien bei 6- bis 12-Jährigen. doi:10.1371/journal.pone.0287703

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Studie

Polyunsaturated fatty acids (PUFA) for attention deficit hyperactivity disorder in children and adolescents

Cochrane Database of Systematic Reviews, Gillies D, et al., 2023. Systematischer Review, 37 Studien mit über 2.374 Kindern und Jugendlichen

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Studie

Mikronährstoffe bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen — Bedeutung und Versorgungssituation

Bundesgesundheitsblatt (Springer), Brettschneider AK, Schlune A, Spiegler C, et al., 2025. Bundesgesundheitsblatt 68(11):1244–1253. doi:10.1007/s00103-025-04129-y

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Wer diese Seite verfasst hat

Simone Kotthoff

Autorin

HACCP-Beauftrage, mehrjährige Erfahrung in der Branche für Nahrungsergänzungsmittel