Worauf musst du achten, wenn dein Kind viel Sport macht?
Wer viel trainiert, braucht vor allem mehr Energie und mehr zu trinken. Am Speiseplan ändert sich dadurch wenig: Es kommt einfach mehr von dem auf den Teller, was ohnehin gut ist. Im Blick behalten solltest du Eisen, besonders bei Mädchen ab der ersten Regel, sowie Calcium und Vitamin D für die Knochen. Eiweißpulver, Magnesium und Energydrinks braucht dein Kind nicht. Bevor es regelmäßig trainiert, ist eine sportärztliche Untersuchung sinnvoll.
Was heißt intensiver Sport bei Kindern?
Eine feste Grenze gibt es nicht. Als Anhaltspunkt gilt: Ab etwa fünf Stunden Training pro Woche verändert sich der Bedarf spürbar. Zwei Trainings im Verein plus Schulsport sind für den Speiseplan noch kein Grund umzudenken.
Intensiver Sport heißt: Dein Kind trainiert regelmäßig und über mehrere Stunden pro Woche, zum Beispiel im Leistungskader oder mit mehreren Einheiten die Woche plus Wettkämpfen.
Die meisten Kinder in Deutschland treiben Sport, gut die Hälfte im Verein. Das allein ist noch kein intensiver Sport.
Eine feste Grenze gibt es nicht. Als Anhaltspunkt gilt: Ab etwa fünf Stunden Training pro Woche wird es sportlich relevant. Darunter ist Sport vor allem ein guter Ausgleich zum vielen Sitzen.
Was sich dann ändert, ist überschaubar. Dein Kind verbraucht mehr Energie und schwitzt mehr, braucht also mehr zu essen und zu trinken. Was auf den Teller kommt, bleibt dasselbe wie bei allen Kindern. Wer mehr isst, bekommt automatisch auch mehr Vitamine und Mineralstoffe.
Schwierig wird es, wenn dein Kind im Verhältnis zum Training zu wenig isst, etwa weil nach dem Sport der Appetit fehlt.
Quelle: RKI 2020; DGE 2020; DGE 2019
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Vereinssport 58 %
der Kinder und Jugendlichen treiben Sport im Verein
Sportlich aktiv sind sogar 73 %. Am meisten Sport machen Kinder zwischen 7 und 13 Jahren, im Jugendalter geht der Anteil deutlich zurück.
Quelle: RKI 2020
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Trainingsumfang 5 Stunden
pro Woche gelten als sportlich relevant
Ab diesem Umfang steigt der Bedarf spürbar. Darunter zählt Sport eher als Ausgleich zum vielen Sitzen. Eine offizielle Grenze, ab wann Sport „intensiv“ ist, gibt es nicht.
Quelle: DGE 2020; DGE 2019
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Was steigt 2
Dinge steigen mit dem Training
Der Bedarf an Energie und an Flüssigkeit. Die Grundlage bleibt dieselbe wie bei allen Kindern: eine abwechslungsreiche Ernährung mit genug Gemüse, Obst, Vollkorn und Milchprodukten.
Quelle: DGE 2019; DGE 2020
Brauchen sportliche Kinder eine besondere Ernährung?
Nein. Die Fachleute sind sich einig, dass eine ausgewogene Ernährung auch bei viel Training ausreicht. Mehr Sport heißt vor allem: mehr essen und mehr trinken. Besondere Produkte braucht es dafür nicht.
Was Fachleute dazu sagen
Eine eigene Stellungnahme zur Ernährung sportlicher Kinder gibt es in Deutschland nicht. Die Empfehlungen der DGE gelten für Sportlerinnen und Sportler aller Altersgruppen.-
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
Sportlerinnen und Sportler aller Altersgruppen, Stand 2019 bis 2020Die Arbeitsgruppe Sporternährung der DGE sagt klar: Eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung reicht in den meisten Fällen aus, auch im Leistungssport. Wer mehr trainiert und deshalb mehr isst, nimmt dabei automatisch auch mehr Vitamine und Mineralstoffe auf. Von Nahrungsergänzungsmitteln auf eigene Faust rät die DGE gerade jungen Sportlerinnen und Sportlern ausdrücklich ab.
Quelle: DGE 2019; DGE 2020; DGE 2026
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Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP)
alle Sporttreibenden, Stand 2019Die Sportmedizinerinnen und Sportmediziner empfehlen eine sportärztliche Untersuchung, bevor jemand regelmäßig mit Sport anfängt oder nach langer Pause wieder einsteigt. So lassen sich Vorerkrankungen erkennen. Auch bei Kindern, die schon trainieren, hilft so eine Untersuchung dabei, die Belastung richtig zu dosieren.
Quelle: DGSP 2019
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Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)
Nachwuchs- und Leistungssport, Stand 2025Der DOSB legt den Schwerpunkt auf das Essen selbst, nicht auf Präparate. Schon im Nachwuchsbereich sollen junge Sportlerinnen und Sportler passende Verpflegung bekommen und lernen, worauf es ankommt, weil sich Essgewohnheiten in diesem Alter festigen. Als besonders sensible Zeit gilt die Pubertät. Fällt etwas auf, soll eine Ernährungsfachkraft das Kind einzeln begleiten und dabei auch die Eltern einbeziehen. Für Fragen zu Nahrungsergänzungsmitteln sollen junge Athletinnen und Athleten unabhängige Beratung bekommen.
Quelle: DOSB 2025
Worin die Empfehlungen übereinstimmen
Das Essen kommt zuerst, Präparate höchstens im Ausnahmefall und nie auf eigene Faust. Wer regelmäßig trainiert, sollte einmal sportärztlich durchgecheckt werden, damit die Belastung passt.
Braucht mein Kind durch Sport mehr Nährstoffe?
Mehr Nährstoffe braucht dein Kind kaum, mehr Energie und mehr Flüssigkeit dagegen schon. Isst es entsprechend mehr, kommen die Nährstoffe meist von allein mit. Eng wird es erst, wenn dein Kind im Verhältnis zum Training zu wenig isst.
Mehr essen, mehr trinken. Alles Weitere bleibt wie bei anderen Kindern auch.
Der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen steigt durch Sport nur wenig. Was deutlich steigt, ist der Bedarf an Energie und Flüssigkeit. Weil dein Kind deshalb mehr isst, nimmt es dabei automatisch auch mehr Nährstoffe auf. Am Speiseplan ändert sich also meistens wenig: Es kommt schlicht mehr davon auf den Teller.
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Trinken
bis 1,8 l
Schweiß pro Stunde sind beim Ausdauertraining möglich. Der Wert stammt aus Untersuchungen mit Erwachsenen, für Kinder gibt es keine eigenen Zahlen. Klar ist: Wer schwitzt, muss mehr trinken.
DGE 2019
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Energie
mehr
braucht dein Kind, wenn es viel trainiert. Wie viel genau, lässt sich nicht allgemein sagen, das hängt von Sportart, Dauer und Alter ab. Der beste Anhaltspunkt bleibt der Hunger deines Kindes.
DGE 2019; DGE 2020
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Eisen
Mädchen
ab der ersten Regel brauchen deutlich mehr Eisen. Dazu geht beim Schwitzen etwas Eisen verloren. In Untersuchungen mit jugendlichen Leistungssportlerinnen war Eisen der auffälligste Nährstoff.
DGE 2019; DGE 2025
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Eiweiß
reicht meist
Kinder und Jugendliche in Deutschland nehmen im Schnitt mehr Eiweiß auf als empfohlen, auch ohne Sport. Mit Milchprodukten, Brot, Fleisch oder Hülsenfrüchten kommt genug zusammen.
EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021; DGE 2020
Was die Studien nicht zeigen
Für sportlich aktive Kinder in Deutschland wurde die Nährstoffversorgung nie eigens untersucht. Es gibt keine Studie, die sie mit anderen Kindern vergleicht. Was wir haben, sind Zahlen für alle Kinder und kleinere Untersuchungen mit Jugendlichen im Leistungssport, dort lagen Eisen, Calcium und Vitamin D häufig unter dem Referenzwert. Vieles andere stammt aus Untersuchungen mit erwachsenen Sportlerinnen und Sportlern und lässt sich der Richtung nach übertragen, nicht aber in konkreten Mengen.
Worauf kommt es bei sportlichen Kindern an?
An erster Stelle stehen Flüssigkeit und Energie, vor allem aus Kohlenhydraten. Beim Eiweiß können die meisten Eltern beruhigt sein. Genauer hinschauen lohnt sich bei Eisen, besonders bei Mädchen ab der ersten Regel, sowie bei Calcium und Vitamin D für die Knochen.
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Flüssigkeit
Der Punkt, der sich durch Sport am meisten ändert
Beim Training verliert dein Kind Flüssigkeit über den Schweiß, bei Hitze besonders viel. Am besten trinkt es über den ganzen Tag verteilt und nicht erst, wenn der Durst kommt. Zum Training gehört eine gefüllte Trinkflasche, damit dein Kind auch zwischendurch trinken kann. Wasser reicht dafür bei normalen Einheiten völlig.
Quelle: DGE 2019
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Elektrolyte
Kommen über das Essen zurück
Mit dem Schweiß geht vor allem Natrium verloren, also Salz. Weil wir in Deutschland ohnehin reichlich Salz essen, gleicht sich das über normale Mahlzeiten wieder aus. Magnesium und Zink verliert der Körper über den Schweiß dagegen kaum. Ein Elektrolytgetränk braucht dein Kind nach einer normalen Trainingseinheit nicht.
Quelle: DGE 2019; DGE 2019
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Eiweiß
Steigt leicht, reicht aber meistens
Der Eiweißbedarf steigt mit dem Training etwas. Kinder und Jugendliche in Deutschland nehmen aber im Schnitt schon mehr Eiweiß auf als empfohlen. Mit Milchprodukten, Brot, Eiern, Fleisch oder Hülsenfrüchten über den Tag verteilt kommt genug zusammen. Mehr Eiweiß allein baut keine Muskeln auf, das macht das Training.
Quelle: DGE 2020; EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021; MRI 2025
In welchen Lebensmitteln steckt Eiweiß?
- Milch pro Glas (250 ml) 9 g
- Ei pro Ei (55 g) 8 g
- Vollkornbrot pro 2 Scheiben (100 g) 6 g
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Kohlenhydrate
Der Treibstoff fürs Training
Kohlenhydrate liefern die Energie, die dein Kind beim Sport am schnellsten braucht. Der Körper speichert sie in Muskeln und Leber, der Platz dort ist aber begrenzt. Wie stark sich die Speicher leeren, hängt davon ab, wie lange und wie intensiv trainiert wird. Aufgefüllt werden sie über Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Haferflocken und Obst. Nach einem langen, anstrengenden Training lohnt es sich, nicht zu lange bis zur nächsten Mahlzeit zu warten.
Vollkorn ist im Alltag die bessere Wahl. Direkt vor dem Training ist etwas Leichteres oft verträglicher, zum Beispiel eine Banane oder ein helles Brot.
Quelle: DGE 2020; MRI 2025; DGE 2019
In welchen Lebensmitteln steckt Kohlenhydrate?
- Nudeln pro Portion (200 g) 57 g
- Vollkornbrot pro 2 Scheiben (100 g) 32 g
- Kartoffeln pro Portion (200 g) 32 g
- Banane pro Stück (120 g) 19 g
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Eisen
Vor allem bei Mädchen ab der ersten Regel
Mit der ersten Regel steigt der Eisenbedarf deutlich. Dazu geht beim Schwitzen etwas Eisen verloren,# und bei Ausdauersport kommt weiterer Verlust dazu. Gute Quellen sind Fleisch, Hülsenfrüchte, Haferflocken und Vollkorn. Ein Eisenpräparat gibst du deinem Kind nur, wenn eine Blutuntersuchung einen Mangel gezeigt hat.
Obst oder Gemüse mit viel Vitamin C zur Mahlzeit hilft dem Körper, das Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln aufzunehmen.
Quelle: DGE 2019; DGE 2025; MRI 2025
Alles zu EisenIn welchen Lebensmitteln steckt Eisen?
- Linsen pro Portion (100 g) 2,1 mg
- Rinderhackfleisch pro Portion (60 g) 1,8 mg
- Haferflocken pro Portion (40 g, 4 Esslöffel) 1,8 mg
- Vollkornbrot pro Scheibe (50 g) 0,8 mg
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Calcium
Für die Knochen, die gerade aufgebaut werden
In der Kindheit und Jugend wird die Knochensubstanz aufgebaut, die ein Leben lang hält. Sport tut den Knochen gut, sie brauchen dafür aber Calcium und Vitamin D. Calcium kommt vor allem aus Milchprodukten, Vitamin D entsteht in der Haut, wenn die Sonne scheint. Bei Kindern in Deutschland liegen beide häufig unter dem Referenzwert, unabhängig vom Sport.
Wer draußen trainiert, bekommt im Sommer meist genug Sonne für das Vitamin D ab. Im Winter klappt das kaum, das gilt aber für alle Kinder.
Quelle: DGE 2019; EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021; MRI 2025
Alles zu CalciumIn welchen Lebensmitteln steckt Calcium?
- Gouda pro Scheibe (30 g) 260 mg
- Milch pro Glas (200 ml) 230 mg
- Joghurt pro Becher (150 g) 170 mg
- Brokkoli pro Portion (100 g) 47 mg
Wie sieht der Essensalltag mit Training aus?
Für die meisten Kinder: wie vorher auch. Regelmäßige Mahlzeiten, eine Trinkflasche im Gepäck, nach dem Sport normal mitessen. Erst wenn täglich oder sehr lange trainiert wird, lohnt sich ein Blick auf das Timing rund um die Belastung.
Das trägt den Trainingstag
Die ersten drei Punkte gelten für alle Kinder, die Sport machen. Der vierte wird erst bei viel Training wichtig.
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Bei zwei bis drei Trainings pro Woche: normal weiteressen
Für die meisten Kinder im Verein ändert sich nichts. Es gelten dieselben Empfehlungen wie für alle Kinder: regelmäßige Mahlzeiten, viel Gemüse, Obst und Vollkorn, dazu Milchprodukte. Dein Kind isst durch das Training vielleicht etwas mehr, und das ist auch gut so.
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Trinkflasche gehört ins Sportgepäck
Dein Kind sollte schon gut getrunken haben, bevor es zum Training geht. Bei kurzen Einheiten reicht das. Dauert das Training länger oder ist es heiß, trinkt dein Kind zwischendurch. Wasser ist dafür das passende Getränk.
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Mahlzeiten über den Tag verteilen
Wenn Schule und Training direkt aufeinanderfolgen, fällt schnell eine Mahlzeit weg. Frühstück, Mittagessen, eine Kleinigkeit am Nachmittag und Abendessen sorgen dafür, dass genug Energie zusammenkommt.
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Bei täglichem oder langem Training
Wird es mehr, lohnt sich ein Blick auf das Timing: kein großes Essen direkt vor der Belastung, etwas Leichtes mit Kohlenhydraten ein bis zwei Stunden vorher. Bei langen Einheiten trinkt dein Kind zwischendurch, bei sehr langen sind Getränke mit Kohlenhydraten sinnvoll. Nach spätem Training sollte es nicht ohne Abendessen ins Bett gehen.
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Eisen und Milchprodukte fest einplanen
Milch, Joghurt oder Käse gehören täglich dazu, sie liefern das Calcium für die Knochen. Und mindestens einmal am Tag etwas Eisenreiches: Vollkornbrot, Haferflocken, Linsen oder Fleisch. Für Mädchen ab der ersten Regel ist das besonders wichtig.
Wo es im Alltag oft hakt
Diese vier Punkte gehen im Trainingsalltag am ehesten unter.
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Kein Appetit nach dem Training
Nach dem Training haben viele Kinder erst einmal keinen Hunger. Das ist normal, der Appetit kommt meist beim Abendessen zurück. Genauer hinschauen solltest du erst, wenn dein Kind viel trainiert und dabei über längere Zeit auffällig wenig isst. Dann kann über die Woche zu wenig Energie zusammenkommen.
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Enger Nachmittag zwischen Schule und Training
Wenn zwischen Schulschluss und Trainingsbeginn kaum Zeit bleibt, fällt das Mittagessen gern aus. Etwas Vorbereitetes für den Weg hilft: ein belegtes Brot, Obst oder ein Joghurt. Direkt vor dem Training sollte es aber nichts Schweres sein.
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Sportgetränke als Gewohnheit
Im Verein sind Sportgetränke und Riegel schnell zur Normalität geworden. Bei den üblichen Trainingseinheiten braucht dein Kind so etwas nicht, Wasser und eine normale Mahlzeit reichen aus. Sinnvoll werden solche Getränke erst bei sehr langen Belastungen.
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Der Blick nur auf Eiweiß
Beim Thema Sport denken viele zuerst an Eiweiß. Dabei sind Energie und Flüssigkeit die Punkte, auf die es bei Kindern ankommt. Eiweiß ist über normale Mahlzeiten meist gedeckt.
Braucht ein sportliches Kind Präparate?
In aller Regel nicht. Eine ausgewogene Ernährung reicht auch bei viel Training, das sagt die DGE ausdrücklich. Sinnvoll wird ein Präparat, wenn die Kinderarztpraxis etwas festgestellt hat, zum Beispiel beim Eisen.
Kann sinnvoll sein
In diesen Fällen lohnt sich das Gespräch mit deiner Kinderarztpraxis.
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Eisen, wenn die Blutwerte es zeigen
Bei Mädchen ab der ersten Regel und bei viel Ausdauersport kann Eisen knapp werden. Ob das so ist, zeigt eine Blutuntersuchung. Erst danach und in der Menge, die die Kinderarztpraxis festlegt, ist ein Eisenpräparat sinnvoll. Auf eigene Faust solltest du keines geben, denn zu viel Eisen belastet den Körper.
Quelle: DGE 2019; DGE 2025
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Ein Getränk mit Kohlenhydraten bei langen Einheiten
Dauert eine Belastung länger als etwa anderthalb Stunden, sind Getränke mit Kohlenhydraten und etwas Natrium sinnvoll. Das betrifft lange Wettkämpfe oder Turniertage, nicht das normale Training unter der Woche. Für den Alltag reicht Wasser.
Quelle: DGE 2019; DGE 2019
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Vitamin D
Vitamin D bildet der Körper vor allem über die Haut. Wer draußen trainiert, bekommt im Sommer meist genug Sonne ab. Für gesunde Kinder ab zwei Jahren halten Kinderärzte ein Präparat ohne Anlass nicht für nötig. Ist dein Kind wenig draußen, frag deine Kinderarztpraxis, ob eines sinnvoll ist.
Quelle: DGKED 2018; DGE 2019
In der Regel nicht nötig
Diese Produkte braucht dein Kind nicht, auch wenn sie im Sport viel beworben werden.
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Eiweißpulver und Proteinshakes
Es gibt keinen Grund, Kindern Eiweißpulver zu geben. Der Bedarf ist über normale Mahlzeiten gedeckt und Kinder und Jugendliche in Deutschland nehmen ohnehin mehr Eiweiß auf als empfohlen. Muskeln entstehen durch Training, nicht durch zusätzliches Eiweiß.
Quelle: DGE 2020; EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021
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Magnesium und Multivitamine zur Sicherheit
Magnesium ist das beliebteste Präparat im Sport, dabei geht über den Schweiß kaum Magnesium verloren. Auch Multivitamine bringen nichts, wenn dein Kind ausreichend versorgt ist. Für gesunde Kinder sind Nahrungsergänzungsmittel in der Regel nicht nötig.
Quelle: DGE 2019; BfR 2024
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Energydrinks und koffeinhaltige Sportgetränke
Energydrinks werden im Sport stark beworben, gehören aber nicht in den Alltag von Kindern. Das BfR stuft Kinder und Jugendliche, die größere Mengen davon trinken, als Risikogruppe für Herz und Kreislauf ein. Zum Training gehört Wasser.
Quelle: BfR 2026; DGE 2019
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Kreatin
Kreatin ist bei erwachsenen Sportlerinnen und Sportlern gut untersucht. Für Kinder und Jugendliche fehlen solche Untersuchungen weitgehend und die Fachgesellschaften machen dazu keine Aussage. Das heißt nicht, dass Kreatin schädlich ist, sondern dass niemand sagen kann, was es bei einem wachsenden Körper bewirkt. Solange das offen ist, gehört die Frage in die Kinderarztpraxis und nicht auf die eigene Faust entschieden.
Quelle: DGE 2026; DGE 2020
Wann solltest du dir Unterstützung holen?
Bevor dein Kind regelmäßig trainiert, ist eine sportärztliche Untersuchung sinnvoll. Danach reicht es meistens, das Thema bei der Vorsorgeuntersuchung anzusprechen. Melde dich früher, wenn dein Kind viel trainiert und wenig isst, wenn die Leistung über längere Zeit nachlässt oder wenn Gewicht im Sport zum Thema wird.
Deine Ansprechpartner
Hier bekommst du Unterstützung.
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Sportärztliche Untersuchung
Bevor dein Kind regelmäßig trainiert
Die Sportmedizin empfiehlt eine sportärztliche Untersuchung, bevor ein Kind regelmäßig Sport treibt und ebenso nach einer längeren Pause. Dabei wird geprüft, ob alles in Ordnung ist und wie viel Belastung passt.
Quelle: DGSP 2019
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Kinderarztpraxis
Bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung ansprechen
Erzähl bei der U-Untersuchung, wie viel dein Kind trainiert. Dann kann die Praxis Größe und Gewicht im Verlauf einordnen und dir sagen, ob das Essen zum Trainingsumfang passt.
Quelle: DGE 2019; DOSB 2025
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Kinderarztpraxis
Wenn deine Tochter ihre Regel bekommt
Mit der ersten Regel steigt der Eisenbedarf deutlich, bei viel Ausdauersport kommt zusätzlicher Verlust dazu. Lass den Eisenwert prüfen, wenn deine Tochter oft müde wirkt, die Leistung nachlässt oder ihre Regel stark ist.
Quelle: DGE 2019; DGE 2025
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Kinderarztpraxis
Wenn viel Training und wenig Essen zusammenkommen
Trainiert dein Kind viel und isst dabei über längere Zeit auffällig wenig, kann die Energie hinten und vorne nicht reichen. Das wirkt sich auf Wachstum, Knochen und Leistungsfähigkeit aus. Lass das ärztlich anschauen, bevor du selbst etwas änderst.
Quelle: DGE 2020; DGE 2019
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Kinderarztpraxis
Wenn Gewicht im Sport zum Thema wird
In manchen Sportarten wird über Gewicht und Figur gesprochen und Jugendliche geraten dabei leicht unter Druck. Fängt dein Kind an, deshalb bestimmte Lebensmittel wegzulassen oder Mahlzeiten auszulassen, sprich früh mit deiner Kinderarztpraxis darüber.
Quelle: DOSB 2025; DGE 2020
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Ernährungsfachkraft
Bei hohem Trainingsumfang
Trainiert dein Kind im Kader oder fast täglich, hilft eine qualifizierte Ernährungsfachkraft dabei, den Alltag zu planen: wann welche Mahlzeit passt und wie genug Energie zusammenkommt. Im Nachwuchsleistungssport gehört diese Begleitung inzwischen zum Konzept.
Quelle: DOSB 2025; DGE 2026
Häufige Fragen
Wähl die Frage aus, die dich betrifft.
Brauchen sportliche Kinder mehr Nährstoffe?
Kaum. Was deutlich steigt, ist der Bedarf an Energie und Flüssigkeit. Weil dein Kind deshalb mehr isst, nimmt es automatisch auch mehr Vitamine und Mineralstoffe auf. Am Speiseplan ändert sich also wenig, es kommt schlicht mehr davon auf den Teller. Genauer hinschauen lohnt sich bei Eisen sowie bei Calcium und Vitamin D für die Knochen.
Quelle: DGE 2019; DGE 2020
Brauchen Kinder, die viel Sport machen, Nahrungsergänzungsmittel?
In aller Regel nicht. Die DGE sagt ausdrücklich, dass eine ausgewogene Ernährung auch im Leistungssport ausreicht. Sinnvoll wird ein Präparat, wenn die Kinderarztpraxis etwas festgestellt hat, zum Beispiel einen Eisenmangel. Interessant ist auch: Jugendliche im Nachwuchsleistungssport nehmen nicht häufiger Präparate als andere Kinder.
Quelle: DGE 2026; BfR 2024
Brauchen sportliche Kinder mehr Eiweiß?
Etwas mehr, ja, aber das Essen deckt das meist ohnehin ab. Kinder und Jugendliche in Deutschland nehmen im Schnitt mehr Eiweiß auf als empfohlen, auch ohne Sport. Ein Glas Milch, ein Ei oder eine Portion Linsen liefern jeweils etwa 8 bis 14 g. Günstig ist, das über den Tag zu verteilen statt alles bei einer Mahlzeit.
Quelle: DGE 2020; EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021
Sind Proteinshakes für sportliche Kinder sinnvoll?
Nein. Es gibt keinen Grund, Kindern Eiweißpulver zu geben, der Bedarf ist über normale Mahlzeiten gedeckt. Muskeln entstehen durch Training, nicht durch zusätzliches Eiweiß.
Quelle: DGE 2020; DGE 2020
Brauchen Kinder beim Sport Elektrolyte?
Bei normalen Trainingseinheiten nicht. Mit dem Schweiß geht vor allem Natrium verloren, also Salz, und das kommt über normale Mahlzeiten zurück. Getränke mit Kohlenhydraten und Natrium werden erst bei Belastungen ab etwa anderthalb Stunden empfohlen, also bei langen Wettkämpfen oder Turniertagen. Für den Trainingsalltag reicht Wasser.
Quelle: DGE 2019; DGE 2019
Braucht mein Kind Magnesium gegen Muskelkrämpfe?
Magnesium ist das beliebteste Präparat im Sport, dabei geht über den Schweiß kaum Magnesium verloren. Bei ausreichender Versorgung bringt zusätzliches Magnesium nichts. Muskelkrämpfe haben meist andere Ursachen, etwa Überlastung oder zu wenig getrunken. Häufen sie sich, sprich mit deiner Kinderarztpraxis, statt auf eigene Faust etwas zu geben.
Quelle: DGE 2019; BfR 2024
Haben sportliche Mädchen ein höheres Risiko für Eisenmangel?
Ja, sie sind die Gruppe mit dem größten Risiko. Mit der ersten Regel steigt der Eisenbedarf deutlich, dazu kommen Verluste über den Schweiß und bei Ausdauersport weitere Verluste. In Untersuchungen mit jugendlichen Leistungssportlerinnen in Deutschland war Eisen der auffälligste Nährstoff. Ob tatsächlich etwas fehlt, zeigt nur eine Blutuntersuchung. Ein Eisenpräparat gehört erst danach dazu.
Quelle: DGE 2019; DGE 2025
Mehr zu EisenIst Kreatin für Jugendliche geeignet?
Das lässt sich derzeit nicht seriös beantworten. Bei Erwachsenen ist Kreatin eines der am besten untersuchten Mittel im Sport. Für Jugendliche gibt es dagegen nur wenige, kleine Studien, und Langzeitdaten zu Wachstum und Entwicklung fehlen ganz. Die kurzfristige Einnahme scheint bei gesunden Jugendlichen gut verträglich zu sein, eine allgemeine Empfehlung gibt es aber nicht. Wenn dein Kind das Thema aufbringt, gehört die Entscheidung in die Kinderarztpraxis.
Quelle: DGE 2020; Springer 2026