
Vitamin D
20 µg pro TagIm Winterhalbjahr reicht die UV-Strahlung in Deutschland nicht aus — die Eigensynthese in der Haut kommt zum Erliegen.
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Worauf es zwischen Kita-Eintritt und Schulanfang ankommt
Zwischen 4 und 7 Jahren beginnt für die meisten Kinder die Kita-Zeit — mit neuem Essalltag und ersten Infektwellen. Die typischen Versorgungslücken bleiben Vitamin D, Eisen und Jod. Häufige Erkältungen sind in dieser Phase normal und kein Mangelsignal. Eine abwechslungsreiche Familienkost zu Hause gleicht aus was in der Kita unterschiedlich läuft — über die Woche betrachtet entsteht meistens eine gute Versorgung.
Häufige Infekte in der Kita-Phase sind kein Hinweis auf einen Nährstoffmangel — das Immunsystem trainiert in dieser Zeit. Erst wenn Infekte über das übliche Maß hinausgehen oder andere Auffälligkeiten dazukommen lohnt ein genauerer Blick.
In der Kita-Phase ist das besonders wichtig: Du siehst nur einen Teil der Mahlzeiten. Wenn möglich, lass dir die Speisepläne der Einrichtung geben und kombiniere sie mit dem, was zu Hause auf den Tisch kommt. Über sieben Tage entsteht ein ehrliches Bild — meistens vielfältiger als befürchtet.
Vitamin D: gibt es im Winterhalbjahr eine Vitamin-D-Quelle oder werden die Tropfen weitergeführt? Eisen: wie regelmäßig kommen Fleisch oder gut kombinierte pflanzliche Eisenquellen auf den Tisch? Jod: wird zu Hause jodiertes Speisesalz verwendet und gibt es ein- bis zweimal pro Woche Seefisch? Diese drei Lücken sind in dieser Altersphase die häufigsten.
Häufige Infekte allein sind kein Grund — das ist in den Kita-Jahren normal. Auffällig wird es bei anhaltender Müdigkeit, blassem Aussehen, schlechtem Wachstum oder Konzentrationsproblemen, die nicht zur Persönlichkeit passen. Dann gehört der erste Schritt zur U-Untersuchung oder zum Kinderarzt — nicht ins Drogerie-Regal.
Auch in der Kita-Phase gilt: Multivitamine sind selten der richtige Weg. Bei Vitamin D im Winter gibt es Vitamin D, bei Eisen-Mangel gibt es Eisen — nach ärztlicher Empfehlung. Pauschale Multivitamine bergen das Risiko, einzelne Nährstoffe (vor allem Vitamin A oder D) zu überdosieren.
Mit dem Schuleintritt ändert sich vieles: die Anforderungen an Konzentration steigen, die Pausenmahlzeiten werden wichtiger, der präpubertäre Wachstumsschub beginnt bei manchen Kindern bereits. Die nächste Altersphase (8 bis 12 Jahre) hat eigene Schwerpunkte — gerade rund um den Schuleintritt lohnt ein neuer Blick.
Drei Punkte verdienen in dieser Phase besondere Aufmerksamkeit:

Im Winterhalbjahr reicht die UV-Strahlung in Deutschland nicht aus — die Eigensynthese in der Haut kommt zum Erliegen.
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Mit der Kita-Verpflegung wechselt die Eisenversorgung manchmal in den unterversorgten Bereich — vor allem wenn Fleisch zu Hause selten ist.
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Deutschland gilt weiterhin als leichtes Jodmangelgebiet — die KiGGS-Daten zeigen einen Rückgang der Versorgung.
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Der Knochenaufbau läuft in dieser Phase auf Hochtouren — Milch, Joghurt und Käse sind die wichtigsten Quellen.
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Gehirn- und Augenentwicklung profitieren weiterhin von einer guten DHA-Versorgung — fetter Seefisch zwei- bis dreimal pro Monat reicht meist aus.
Mehr zu Omega 3Bildet die Grundlage jeder Mahlzeit. Bei jeder Hauptmahlzeit sollte etwas davon dabei sein.




In altersgerechten Mengen ergänzend. Tierische Eiweißquellen täglich, aber in kleinen Portionen — Hülsenfrüchte und Nüsse als pflanzliche Eiweißlieferanten.





In kleinen Mengen. Pflanzliche Öle und Fette in kleinen Portionen täglich, Süßigkeiten und fettreiche Snacks eher selten und bewusst dosiert.





Drei Detailartikel passen besonders gut zu dieser Altersphase:
Vitamin D entsteht hauptsächlich in der Haut, wenn Sonnenlicht darauf trifft. Über das Essen kommt nur wenig dazu, deshalb liegt die Zufuhr aus Lebensmitteln bei fast allen Kindern unter dem Referenzwert. Daraus lässt sich kein Mangel ableiten. Zwischen Oktober und März steht die Sonne in Deutschland zu tief für die Bildung über die Haut. Die Ernährungskommission der DGKJ empfiehlt ab dem zweiten Lebensjahr regelmäßige Zeit im Freien und sieht eine vorbeugende Gabe im Winter nur für Risikogruppen als sinnvoll an. Wie gut ein Kind versorgt ist, zeigt ein Blutwert. Die Einordnung gehört in die kinderärztliche Praxis.
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Eisen steckt in Fleisch, Hülsenfrüchten, Vollkorn und grünem Gemüse. Aus tierischen Lebensmitteln nimmt der Körper es besser auf als aus pflanzlichen. Vitamin C aus Obst oder Gemüse verbessert die Aufnahme aus pflanzlichen Quellen deutlich, deshalb lohnt die Kombination in einer Mahlzeit. Der Bedarf steigt mit dem Alter: 7 mg bei Kleinkindern, 10 mg ab 7 Jahren, 14 mg ab 10 Jahren. Ab 13 Jahren brauchen Mädchen 16 mg, Jungen 11 mg. Nach EsKiMo II liegt die Eisenzufuhr besonders bei Mädchen zwischen 6 und 17 Jahren unter dem Referenzwert. Vor einer Eisengabe gehört ein Blutwert, weil zu viel Eisen im Körper nicht einfach ausgeschieden wird.
In dieser Phase wechselt ein Kind von Brei und Milch zur Familienkost. Die Portionen sind klein, die Vorlieben wechseln oft, und viele Kinder essen phasenweise sehr einseitig. Der Bedarf ist trotzdem hoch, weil das Wachstum schnell verläuft. Nach KiESEL liegt in dieser Altersgruppe die Zufuhr von Eisen, Calcium, Jod und Vitamin D im Median unter dem Referenzwert. Eisen und Calcium hängen stark daran, ob Fleisch und Milchprodukte regelmäßig vorkommen. Bei Jod ist jodiertes Speisesalz im Haushalt der wichtigste Beitrag.
In dieser Spanne beginnt bei vielen Kindern der Wachstumsschub vor der Pubertät. Der Bedarf steigt deutlich: Calcium von 900 auf 1100 mg, Eisen von 10 auf 14 mg, Jod von 140 auf 180 µg. Der Sprung liegt bei zehn Jahren. Gleichzeitig essen Kinder in diesem Alter zunehmend selbstbestimmt. Nach EsKiMo II erreichen nur ein bis zwei Prozent der 6- bis 11-Jährigen die Gemüseempfehlung. Calcium, Jod und Vitamin D liegen im Median unter dem Referenzwert, bei Mädchen zusätzlich Eisen.
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