Calcium ist einer der Nährstoffe, bei denen die deutsche Ernährungslandschaft besonders günstig ist: Milch, Käse und Joghurt sind in den meisten Haushalten Standard und liefern Calcium in gut verwertbarer Form. Auffälligkeiten konzentrieren sich auf wenige Gruppen — Kinder mit Milchunverträglichkeit, veganer Ernährung oder generell wenig Milchprodukten im Speiseplan.
Laut KiGGS-Welle 2 des Robert Koch-Instituts erreichen die meisten Kinder in Deutschland die DGE-Referenzwerte für Calcium über eine normale Mischkost mit Milchprodukten. Auffällig sind zwei Gruppen: Kinder, die wenig oder keine Milchprodukte essen, und Jugendliche in der Pubertät — hier steigt der Tagesbedarf auf 1.200 mg, weil das Wachstum die Calciumdeposition in den Knochen besonders fordert.
Für vegan ernährte Kinder ist die Versorgung machbar, aber anspruchsvoller: Calciumreiches Mineralwasser (über 150 mg/l), angereicherte Pflanzendrinks, Tofu, grüne Blattgemüse wie Grünkohl oder Brokkoli, und Sesam sind die wichtigsten Quellen. Die Bioverfügbarkeit ist teils geringer als bei Milchprodukten, lässt sich aber durch Mengen kompensieren.