
Calcium
1.200 mg pro TagHöchster Bedarf im ganzen Leben — der finale Knochenaufbau bestimmt die spätere Knochenmasse.
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Worauf es in der Pubertät und beim finalen Knochenaufbau ankommt
Die Pubertät ist die nährstoff-intensivste Phase nach dem Säuglingsalter. Calcium liegt mit 1200 mg pro Tag auf seinem höchsten Bedarfsniveau, der finale Knochenaufbau bestimmt die Knochenmasse fürs ganze Leben. Bei Mädchen ab Menarche steigt der Eisenbedarf auf 15 mg pro Tag — die größte Bedarfslücke einer typischen Mischkost. Vegetarische und vegane Phasen werden häufiger und brauchen besondere Aufmerksamkeit, vor allem bei B12. Eigenverantwortung der Jugendlichen wächst — Eltern wechseln in die Beratungsrolle.
In der Pubertät wechselt die Elternrolle: weg von Kontrolle hin zu Beratung und Information. Was dein Kind jetzt über Ernährung lernt nimmt es mit ins eigene Leben. Bei strikt veganer Ernährung oder Leistungssport ist eine ernährungstherapeutische Beratung sehr sinnvoll.
In der Pubertät essen viele Jugendliche einen erheblichen Teil ihrer Mahlzeiten unbeobachtet — Pausenbrot, Mensa, Schnellrestaurants, Snacks bei Freunden. Statt heimlich zu kontrollieren hilft ein offenes Gespräch: Frag dein Kind, was es typischerweise isst. Jugendliche, die merken dass Information statt Kontrolle gefragt ist, machen oft erstaunlich offen mit.
Calcium: erreicht dein Teenager die 500 Milliliter Milchprodukte täglich? Eisen: bei Mädchen ab Menarche besonders im Blick — kommt regelmäßig Fleisch oder gut kombinierte pflanzliche Eisenquellen mit Vitamin C? Bei vegetarisch/vegan: B12, Eisen, Jod, Omega-3 (Algenöl) systematisch durchgehen. Vitamin D: gibt es im Winterhalbjahr eine Quelle?
Anhaltende Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, blasse Haut, eingeschränkte Belastbarkeit beim Sport — das sind klassische Hinweise auf eine Versorgungslücke, oft Eisen. Bei Mädchen ab Menarche ist ein Ferritin-Wert sehr aussagekräftig. Bei nachgewiesenem Mangel wird gezielt — und ärztlich begleitet — supplementiert.
In der Pubertät ist die Versuchung groß, "etwas für die Leistung" oder "etwas für die Haut" oder "etwas zum Wachsen" zu nehmen. Aber: Multivitamine, Komplex-Präparate und hochdosierte Einzelmittel bergen das Risiko, einzelne Nährstoffe (vor allem Vitamin A, D, B6 und Eisen) zu überdosieren. Wenn ein Nährstoff fehlt, wird gezielt ergänzt — idealerweise nach Bluttest und in ärztlicher Begleitung.
Diese Phase ist auch die letzte vor dem Auszug ins eigene Leben. Was dein Kind jetzt über Ernährung lernt — über Calcium, Eisen, ausgewogene Mahlzeiten — nimmt es mit. Statt zu kontrollieren lohnt sich, die Verantwortung schrittweise zu übergeben: gemeinsam einkaufen, gemeinsam kochen, gemeinsam über die Frage diskutieren ob ein Supplement wirklich sinnvoll ist. Das ist langfristig wichtiger als jede einzelne Mahlzeit.
Drei Punkte verdienen in dieser Phase besondere Aufmerksamkeit:

Höchster Bedarf im ganzen Leben — der finale Knochenaufbau bestimmt die spätere Knochenmasse.
Mehr zu Calcium
Mädchen ab Menarche brauchen 50 % mehr — die größte Bedarfslücke einer typischen Mischkost.
Mehr zu Eisen
Entscheidend für die Calcium-Aufnahme und damit den finalen Knochenaufbau — Winterhalbjahr braucht eine Quelle.
Mehr zu Vitamin D
Bedarf erreicht Erwachsenenniveau — bei Sport und Stress in der Pubertät besonders relevant.
Mehr zu Magnesium
Bei vegetarischer oder veganer Phase besonders im Fokus — bei strikter veganer Ernährung verbindlich zu supplementieren.
Mehr zu Vitamin B12Bildet die Grundlage jeder Mahlzeit. Bei jeder Hauptmahlzeit sollte etwas davon dabei sein.




In altersgerechten Mengen ergänzend. Tierische Eiweißquellen täglich, aber in kleinen Portionen — Hülsenfrüchte und Nüsse als pflanzliche Eiweißlieferanten.





In kleinen Mengen. Pflanzliche Öle und Fette in kleinen Portionen täglich, Süßigkeiten und fettreiche Snacks eher selten und bewusst dosiert.





Drei Detailartikel passen besonders gut zu dieser Altersphase:
Trägt zur normalen Bildung roter Blutkörperchen und zur normalen kognitiven Entwicklung von Kindern bei
Trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel und einer normalen Funktion des Nervensystems bei
Präpubertärer Wachstumsschub und steigende kognitive Anforderungen — Eisen, Calcium und Vitamin D im Vordergrund.
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