Die B12-Versorgung deutscher Kinder hängt entscheidend von der Ernährungsform ab. Kinder, die Fleisch, Fisch, Milchprodukte oder Eier essen, sind in aller Regel sehr gut versorgt — schon kleine Mengen tierischer Lebensmittel reichen aus. Bei strikt veganer Ernährung gibt es praktisch keine zuverlässigen pflanzlichen Quellen — eine Supplementierung ist hier nicht optional, sondern medizinisch notwendig.
Laut KiGGS-Daten ist die B12-Versorgung bei deutschen Kindern mit normaler Mischkost durchgängig gut — die DGE-Empfehlungen werden meist deutlich übertroffen. Tierische Lebensmittel liefern reichlich B12: Eine Portion Hähnchen, ein Ei oder ein Glas Milch decken bereits einen großen Teil des Tagesbedarfs.
Vegan ernährte Kinder sind die einzige Risikogruppe in Deutschland mit relevantem Mangelrisiko. Pflanzliche Lebensmittel enthalten praktisch kein bioverfügbares B12 — auch nicht Sauerkraut, Tempeh oder Algen (die manchmal als Quelle genannt werden, aber die Daten dazu sind nicht belastbar). Die DGE und alle Fachgesellschaften empfehlen bei veganer Ernährung von Kindern eine verbindliche B12-Supplementierung in altersgerechter Dosis. Diese Empfehlung gilt auch für vegetarisch ernährte Kinder bei sehr geringem Milchprodukt- oder Eikonsum.