Anders als bei Eisen oder Vitamin D ist Magnesium über die normale Ernährung in Deutschland zuverlässig gedeckt. Vollkornprodukte, Nüsse, grünes Gemüse und mineralreiches Wasser liefern reichlich. Wadenkrämpfe oder Müdigkeit haben deshalb selten mit Magnesium zu tun — diese Symptome bekommen oft eine Magnesium-Etikette, die nicht immer hält.
Laut KiGGS-Daten erreichen die meisten Kinder in Deutschland die DGE-Referenzwerte für Magnesium problemlos. Die Versorgung über Vollkornbrot, Haferflocken, Hülsenfrüchte und Nüsse ist meist solide. Magnesiumreiches Mineralwasser kann zusätzlich beitragen.
Magnesiummangel ist klinisch eine Rarität bei deutschen Kindern. Die häufigste Ursache ist nicht eine "falsche Ernährung", sondern chronische Verluste — etwa bei Durchfall, intensivem Sport mit hohem Schweißverlust oder bestimmten Medikamenten. Wadenkrämpfe haben oft andere Ursachen (Flüssigkeitsmangel, Wachstumsschmerzen, Überlastung) und sind nicht zwingend ein Magnesium-Mangel-Signal.