Welche Nährstoffe brauchen Kindergartenkinder zwischen 4 und 7 Jahren?
Kindergartenkinder brauchen die gleichen Nährstoffe wie ältere Kinder, nur in kleineren Mengen. Die meisten davon bekommen sie über das Essen zu Hause und in der Kita. Genauer hinschauen lohnt sich bei Vitamin D, Jod und Calcium, weil Kinder dieses Alters davon oft weniger aufnehmen als empfohlen. Mit dem siebten Geburtstag steigt der Bedarf bei vielen Nährstoffen deutlich an. Ein Präparat ist in diesem Alter nur in wenigen Situationen nötig, etwa bei veganer Ernährung.
- 1–3 Kleinkind
- 4–7 Kindergarten
- 8–12 Schulkinder
- 13–16 Teenager
Was diese Phase ausmacht
Zwischen vier und sieben Jahren verändert sich weniger der Körper als die Situation, in der dein Kind isst. Daraus leitet sich alles Weitere auf dieser Seite ab.
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Essverhalten
8 bis 10 Versuche
Neues wird oft erst einmal abgelehnt
Zwischen zwei und sechs Jahren lehnen viele Kinder unbekannte Lebensmittel zunächst ab. Das ist ein normaler Teil der Entwicklung und geht meist von selbst vorbei. Oft braucht es acht bis zehn Versuche, bis ein Kind etwas Neues annimmt. Am meisten hilft es, Lebensmittel immer wieder anzubieten, ohne Druck.
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Kita
9 von 10 Kindern
Fast alle Kinder essen regelmäßig in der Kita
Ab drei Jahren gehen fast alle Kinder in eine Kita, in der KiESEL-Studie waren es gut 9 von 10. Viele essen dort auch zu Mittag. Wie ausgewogen das Essen ist, hängt von der Einrichtung ab. Nach dem Qualitätsstandard der DGE richtet sich nur etwa ein Drittel der Kitas.
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Schulstart
4 von 10 Grundschulkindern
Mit der Schule ändert sich der Tagesablauf
Mit der Einschulung verteilen sich die Mahlzeiten neu: Frühstück zu Hause, Pausenbrot in der Schule, Mittagessen in der Schule oder im Hort. Etwa 4 von 10 Grundschulkindern essen mindestens dreimal pro Woche in der Schule zu Mittag. Für die Schulverpflegung gibt es einen eigenen Qualitätsstandard der DGE.
Wie verändert sich der Nährstoffbedarf von Kindergartenkindern?
Bis zum siebten Geburtstag bleibt der Bedarf gleich, denn die DGE fasst die Jahre von vier bis sechs zu einer Altersgruppe zusammen. Mit sieben Jahren steigt er bei fast allen Nährstoffen deutlich an. Die Grafik zeigt den Verlauf bis 16 Jahre, die Zeit zwischen vier und sieben ist markiert. Wie gut Kindergartenkinder tatsächlich versorgt sind, steht im nächsten Abschnitt.
Werte für 4 bis 7 Jahre
Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr der DGE. Die Werte gelten jeweils für eine ganze Altersgruppe der DGE, deshalb verläuft die Linie in Stufen. Kinder ab sieben Jahren gehören bereits zur Gruppe 7 bis unter 10 Jahre.
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Die DGE hat die Jodwerte 2025 überarbeitet und gesenkt. Früher war ein Zuschlag eingerechnet, weil die Jodversorgung in Deutschland lange schlecht war. Dieser Zuschlag ist weggefallen.
Der Knochen wächst in dieser Phase stetig weiter und lagert dabei Calcium ein. Der Wert steigt deshalb mit jeder Altersgruppe an, bis er im Jugendalter seinen höchsten Stand erreicht.
Die DGE nennt für alle Altersgruppen ab einem Jahr denselben Wert. Er gilt für den Fall, dass der Körper kein Vitamin D über die Haut bildet.
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | pro Tag |
|---|---|
| DGE Jod 1–4 Jahre | 90,0 µg |
| DGE Jod 4–7 Jahre | 90,0 µg |
| DGE Jod 7–10 Jahre | 120,0 µg |
| DGE Jod 10–13 Jahre | 120,0 µg |
| DGE Jod 13–19 Jahre | 150,0 µg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | pro Tag |
|---|---|
| DGE Calcium 1–4 Jahre | 600,0 mg |
| DGE Calcium 4–7 Jahre | 750,0 mg |
| DGE Calcium 7–10 Jahre | 900,0 mg |
| DGE Calcium 10–13 Jahre | 1100,0 mg |
| DGE Calcium 13–19 Jahre | 1200,0 mg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | Jungen | Mädchen |
|---|---|---|
| Kleinkinder 1 bis unter 4 Jahre | 7,0 mg | 7,0 mg |
| Kinder 4 bis unter 7 Jahre | 7,0 mg | 7,0 mg |
| Kinder 7 bis unter 10 Jahre | 10,0 mg | 10,0 mg |
| Kinder 10 bis unter 13 Jahre | 14,0 mg | 14,0 mg |
| Jugendliche 13 bis unter 15 Jahre | 11,0 mg | 16,0 mg |
| Jugendliche 15 bis unter 19 Jahre | 11,0 mg | 16,0 mg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | pro Tag |
|---|---|
| 0 bis unter 12 Monate | 10,0 µg |
| 1 bis unter 15 Jahre | 20,0 µg |
| 15 bis unter 65 Jahre | 20,0 µg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | Jungen | Mädchen |
|---|---|---|
| DGE Zink 1 bis unter 4 Jahre | 3,0 mg | 3,0 mg |
| DGE Zink 4 bis unter 7 Jahre | 4,0 mg | 4,0 mg |
| DGE Zink 7 bis unter 10 Jahre | 6,0 mg | 6,0 mg |
| DGE Zink 10–13 Jahre | 9,0 mg | 8,0 mg |
| DGE Zink 13–15 Jahre | 12,0 mg | 10,0 mg |
| DGE Zink 15–19 Jahre | 14,0 mg | 11,0 mg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | Jungen | Mädchen |
|---|---|---|
| DGE Magnesium 1 bis unter 4 Jahre | 170,0 mg | 170,0 mg |
| DGE Magnesium 4 bis unter 7 Jahre | 190,0 mg | 190,0 mg |
| DGE Magnesium 7 bis unter 10 Jahre | 240,0 mg | 240,0 mg |
| DGE Magnesium 10 bis unter 13 Jahre | 260,0 mg | 230,0 mg |
| DGE Magnesium 13 bis unter 15 Jahre (m) | 280,0 mg | 240,0 mg |
| DGE Magnesium 15 bis unter 19 Jahre (m) | 330,0 mg | 260,0 mg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | pro Tag |
|---|---|
| DGE Folsäure 1–4 Jahre | 120,0 µg-FÄ |
| DGE Folsäure 4–7 Jahre | 140,0 µg-FÄ |
| DGE Folsäure 7–10 Jahre | 180,0 µg-FÄ |
| DGE Folsäure 10–13 Jahre | 240,0 µg-FÄ |
| DGE Folsäure 13–19 Jahre | 300,0 µg-FÄ |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | pro Tag |
|---|---|
| DGE B12 1 bis unter 4 Jahre | 1,5 µg |
| DGE B12 4 bis unter 7 Jahre | 2,0 µg |
| DGE B12 7 bis unter 10 Jahre | 2,5 µg |
| DGE B12 10 bis unter 13 Jahre | 3,5 µg |
| DGE B12 13 bis unter 19 Jahre | 4,0 µg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | Jungen | Mädchen |
|---|---|---|
| DGE Vitamin C 1–4 Jahre | 20,0 mg | 20,0 mg |
| DGE Vitamin C 4–7 Jahre | 30,0 mg | 30,0 mg |
| DGE Vitamin C 7–10 Jahre | 45,0 mg | 45,0 mg |
| DGE Vitamin C 10–13 Jahre | 65,0 mg | 65,0 mg |
| DGE Vitamin C 13–15 Jahre Jungen | 85,0 mg | 75,0 mg |
| DGE Vitamin C 15–19 Jahre Jungen | 105,0 mg | 90,0 mg |
Sind Kindergartenkinder ausreichend mit Nährstoffen versorgt?
Viele Eltern fragen sich, ob ihr Kind über den Tag wirklich alles bekommt, besonders wenn ein Teil der Mahlzeiten in der Kita stattfindet. Für Kinder in Deutschland gibt es darauf eine recht klare Antwort.
Bei den meisten Nährstoffen ja. Weniger als empfohlen bekommen Kindergartenkinder vor allem Vitamin D, Jod und Calcium.
Wer beim Familienessen mitisst, bekommt die meisten Vitamine und Mineralstoffe ganz nebenbei. Bei Zink, Vitamin C und Vitamin B12 liegen Kinder dieses Alters sogar deutlich über dem, was empfohlen wird.
Knapper wird es bei drei Nährstoffen, und dafür gibt es jeweils einen einfachen Grund. Vitamin D entsteht vor allem in der Haut, wenn Sonne darauf scheint. Über das Essen kommt kaum etwas dazu. Jod steckt nur in wenigen Lebensmitteln, deshalb macht es viel aus, ob mit Jodsalz gekocht wird. Und Calcium kommt hauptsächlich aus Milch und Milchprodukten, viele Kinder essen davon eher wenig.
Mit dem siebten Geburtstag kommen Eisen, Folat und Magnesium dazu. Nicht weil Kinder dann weniger essen, sondern weil sie ab diesem Alter mehr davon brauchen.
Die Zahlen in den Kacheln zeigen typische Werte für Kinder dieses Alters. Wo dein Kind liegt, hängt davon ab, was es isst.
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Vitamin D
1 bis 1,2 µg
Vitamin D bekommt ein Kind dieses Alters typischerweise am Tag über das Essen. Das ist wenig, aber das Essen ist auch nicht die Hauptquelle. Den größten Teil bildet der Körper selbst, wenn Sonne auf die Haut scheint.
Frontiers in Nutrition 2024; EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021
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Vitamin D
etwa 10 %
der Drei- bis Sechsjährigen hatten einen Vitamin-D-Mangel im Blut. Bei den allermeisten reicht also das, was der Körper über die Haut bildet.
KiGGS Vitamin-D-Status, RKI 2018
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Calcium
485 bis 660 mg
Calcium bekommt ein Kind dieses Alters typischerweise am Tag. Empfohlen sind 750 mg, ab sieben Jahren 900 mg.
EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021; Frontiers in Nutrition 2024; DGE 2025
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Jod
52 bis 63 µg
Jod bekommt ein Kind dieses Alters typischerweise am Tag. Empfohlen sind 90 µg, ab sieben Jahren 120 µg.
Frontiers in Nutrition 2024; EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021; DGE 2025; BfR Jodzufuhr, BfR 2022
Was die Daten nicht hergeben
Für Fünf- und Sechsjährige gibt es keine eigene Erhebung. Die eine große Studie endet mit fünf Jahren, die andere beginnt mit sechs. Jodsalz konnten beide nur teilweise erfassen, die Jodmenge liegt deshalb vermutlich etwas höher. Blutwerte zu Jod gibt es in Deutschland erst ab drei Jahren und nur für größere Altersgruppen.
Welche Nährstoffe solltest du bei Kindergartenkindern im Blick haben?
Die meisten Nährstoffe bekommt dein Kind über das Essen zu Hause und in der Kita. Bei diesen dreien lohnt sich ein genauerer Blick darauf, woher sie kommen.
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Vitamin D
Vitamin D kommt vor allem aus der Sonne, kaum aus dem Essen.
Rund 90 Prozent des Vitamin D bildet der Körper selbst, wenn Sonne auf die Haut scheint. Von April bis September reicht dafür aus, wenn dein Kind zweimal pro Woche für 5 bis 30 Minuten mit unbedeckten Armen und Beinen draußen ist. Im Winter steht die Sonne in Deutschland zu tief. Der Körper zehrt dann von den Reserven, die er im Sommer angelegt hat.
Ob ein Präparat im Winter sinnvoll ist, sehen die Fachgesellschaften unterschiedlich. Die DGE nennt 20 µg für den Fall, dass die Haut kein Vitamin D bildet. Die Kinderärzte halten das bei gesunden Kindern ab zwei Jahren nicht für nötig, weil der Körper von seinen Sommerreserven zehrt. Anders ist es bei dunkler Haut, wenig Zeit im Freien oder bestimmten Erkrankungen. Dann lohnt sich ein Gespräch in der Kinderarztpraxis.
Quelle: MRI 2025; DGKED 2018; DGE 2025
Alles zu Vitamin DIn welchen Lebensmitteln steckt Vitamin D?
- Lachs Kinderportion, 60 g 9,8 µg
- Hering Kinderportion, 60 g 9,6 µg
- Eier ein Ei, etwa 55 g 1 µg
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Jod
Ob dein Kind genug Jod bekommt, hängt vor allem am Jodsalz.
Jod steckt nur in wenigen Lebensmitteln in größeren Mengen, vor allem in Seefisch, Milch und Eiern. Einen großen Teil liefert Jodsalz. In der Lebensmittelindustrie wird es allerdings immer seltener verwendet, deshalb ist die Jodzufuhr in Deutschland in den letzten Jahren zurückgegangen.
Ein Präparat ist hier selten der erste Schritt. Jodsalz beim Kochen, Milchprodukte und ein- bis zweimal pro Woche Seefisch tragen viel bei. In der Kita lohnt sich die Frage, ob dort mit Jodsalz gekocht wird.
Quelle: MRI 2025; BfR Jodzufuhr, BfR 2022; DGE 2025; DGE-Qualitätsstandard Kita, DGE 2023
Alles zu JodIn welchen Lebensmitteln steckt Jod?
- Seelachs Kinderportion, 60 g 39 µg
- Eier ein Ei, etwa 55 g 24 µg
- Milch, Vollmilch ein Glas, 200 ml 22 µg
- Jodsalz 1g 20 µg
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Calcium
Der Bedarf steigt, weil die Knochen weiter wachsen.
In Kindheit und Jugend wird Calcium in den Knochen eingelagert. Der empfohlene Wert steigt deshalb mit jeder Altersgruppe. Milch und Milchprodukte sind in Deutschland die wichtigste Quelle. Dazu kommen einige Gemüsesorten und calciumreiches Mineralwasser.
Wenn dein Kind Milchprodukte isst, ist ein Präparat in der Regel kein Thema. Fallen sie dauerhaft weg, geht es zuerst um angereicherte Pflanzendrinks und calciumreiches Mineralwasser. Bleibt es dabei, lohnt sich ein Gespräch in der Kinderarztpraxis.
Quelle: DGE 2025; DGE-Qualitätsstandard Kita, DGE 2023; KiESEL, BfR 2017
Alles zu CalciumIn welchen Lebensmitteln steckt Calcium?
- Vollmilch ein Glas, 200 ml 240 mg
- Naturjoghurt ein Becher, 150 g 180 mg
- Gouda eine Scheibe, 20 g 173 mg
- Brokkoli, gekocht 100g 60 mg
Wie sieht eine ausgewogene Ernährung für Kindergartenkinder aus?
Kindergartenkinder essen im Grunde das Gleiche wie der Rest der Familie, nur in kleineren Mengen. Ein paar Grundregeln helfen dabei, dass der Speiseplan ausgewogen bleibt.
Was im Alltag hilft
So sieht ein ausgewogener Speiseplan in diesem Alter aus.
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Gemüse, Obst und Getreide machen den größten Teil aus
Bei jeder Mahlzeit sollte etwas Gemüse, Rohkost oder Obst dabei sein. Über den Tag kommen so etwa fünf kleine Portionen zusammen, eine Portion ist ungefähr eine Kinderhand voll. Dazu Brot, Getreideflocken, Nudeln, Reis oder Kartoffeln, bei Brot und Getreide mindestens zur Hälfte als Vollkorn.
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Milch täglich, Fleisch und Fisch in kleinen Mengen
Milch und Milchprodukte gehören täglich dazu, etwa ein Glas Milch, ein Becher Joghurt und eine Scheibe Käse. Fleisch und Wurst kommen in kleinen Mengen dazu, Fisch etwa einmal pro Woche und Eier etwa zweimal pro Woche.
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Sparsam mit Fett, Salz und Zucker
Zum Kochen eignet sich Rapsöl, zum Brot etwas Butter oder Margarine. Salz brauchen Kinder nur wenig, und wenn gesalzen wird, dann mit Jodsalz. Für Süßes und Gebäck bleibt täglich etwas Platz, ungefähr so viel wie ein halber Riegel Schokolade oder ein kleines Glas Limonade.
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Zu jeder Mahlzeit etwas zu trinken
Am besten Wasser oder ungesüßter Kräuter- und Früchtetee, zu jeder Mahlzeit und zwischendurch. Milch zählt dabei nicht als Getränk, sondern als Lebensmittel.
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Fünf Mahlzeiten über den Tag
Drei Hauptmahlzeiten und zwei kleinere Zwischenmahlzeiten geben dem Tag Struktur. Süßes passt am besten zum Frühstück und zur Zwischenmahlzeit am Nachmittag. Für die Zähne macht es einen Unterschied, wie oft am Tag Zucker auf den Teller kommt.
Was häufig dazwischenkommt
Situationen, die zwischen vier und sieben Jahren oft vorkommen.
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Gemüse wird abgelehnt
Das ist in diesem Alter häufig. Oft braucht ein Kind acht bis zehn Versuche, bis es etwas annimmt. Was hilft: immer wieder anbieten, ohne Druck, und eine bekannte neben einer neuen Komponente auf den Teller geben.
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Das Essen in der Kita ist sehr unterschiedlich
Nur etwa ein Drittel der Kitas richtet sich nach dem Qualitätsstandard der DGE. Wenn dein Kind dort mittags isst, lohnt sich die Frage nach dem Speiseplan, nach der Menge Gemüse und danach, ob mit Jodsalz gekocht wird.
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Süßigkeiten und süße Getränke summieren sich
Zwischen Kindergeburtstagen, Keksen am Nachmittag und Saft zum Essen kommt schnell einiges zusammen. Kinder in Deutschland essen deutlich mehr Süßes als vorgesehen. Das verdrängt Lebensmittel, die mehr Nährstoffe liefern.
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Nach dem Schulstart fehlt oft das Frühstück
Mit der Schule ändert sich der Rhythmus: Es wird früher aufgestanden, und morgens bleibt weniger Zeit. Wenn dein Kind zu Hause noch keinen Appetit hat, kann das Frühstück auch in die Pause wandern. Wichtig ist, dass es vormittags etwas isst.
Braucht ein Kindergartenkind ein Nahrungsergänzungsmittel?
Die meisten Kindergartenkinder brauchen kein Präparat. Das Essen zu Hause und in der Kita deckt den Bedarf in der Regel. Es gibt aber einzelne Anlässe, bei denen sich ein genauerer Blick lohnt.
Wann ja
Anlässe, bei denen sich ein Gespräch in der Kinderarztpraxis lohnt.
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Dein Kind ist selten draußen oder hat dunkle Haut
Dann bildet die Haut auch im Sommer wenig Vitamin D und die Reserven für den Winter fallen kleiner aus. Ob in den Wintermonaten ein Präparat sinnvoll ist, klärst du am besten in der Kinderarztpraxis.
Quelle: DGE 2025; DGKED 2018
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Dein Kind ernährt sich vegan
Vitamin B12 steckt fast nur in tierischen Lebensmitteln und muss bei veganer Ernährung über ein Präparat ergänzt werden. Auch Jod, Eisen, Calcium und Zink brauchen dann eine gezielte Planung. Empfohlen wird eine Begleitung durch die Kinderarztpraxis und eine Ernährungsberatung.
Quelle: DGE 2024; Gesund ins Leben, BZfE 2022
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Dein Kind isst seit Monaten keine Milchprodukte
Milch und Milchprodukte liefern in diesem Alter den größten Teil des Calciums und tragen auch zur Jodzufuhr bei. Fallen sie dauerhaft weg, geht es zuerst um angereicherte Pflanzendrinks und calciumreiches Mineralwasser. Ob das reicht, lässt sich in der Kinderarztpraxis besprechen.
Quelle: EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021; FKE 2017
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Ein Mangel wurde ärztlich festgestellt
Dann gehört ein Präparat zur Behandlung. Welches, wie viel und wie lange, legt die Kinderarztpraxis fest. Einen Bluttest ohne konkreten Anlass empfehlen die Fachgesellschaften dagegen nicht.
Quelle: BfR 2024
Wann nein
Gründe, die für sich genommen nicht für ein Präparat sprechen.
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Dein Kind ist in der Kita oft krank
Häufige Infekte gehören in den ersten Kita-Jahren dazu. Zugelassen ist nur die Aussage, dass ein Nährstoff zur normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Dass ein Präparat Infekte verhindert oder seltener macht, darf nicht behauptet werden.
Quelle: European Commission 2012; vzbv 2023
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Dein Kind soll sich in der Schule besser konzentrieren
Rund um die Einschulung wird viel mit Konzentration und Lernen geworben. Zugelassen ist lediglich die Aussage, dass Nährstoffe wie Eisen und Jod zur normalen geistigen Funktion beitragen. Dass ein Präparat die Konzentration verbessert, ist nicht belegt und darf auch nicht behauptet werden.
Quelle: Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union 2006; vzbv 2023
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Dein Kind isst wählerisch
Das ist in diesem Alter häufig und für sich allein kein Grund für ein Präparat. Solange dein Kind aus allen Lebensmittelgruppen etwas isst, gleicht sich das über die Woche meist aus. Eine zugelassene Aussage, dass ein Nährstoff den Appetit anregt, gibt es nicht.
Quelle: Gesund ins Leben, BZfE 2022; Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union 2006
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Vorsorglich, ohne konkreten Anlass
Für gesunde Kinder ist ein Multivitaminpräparat ohne Anlass nicht nötig. Es enthält meist viele Nährstoffe, die Kinder über das Essen ohnehin ausreichend bekommen, und selten das, was in diesem Alter knapp ist.
Quelle: BfR 2024; Frontiers in Nutrition 2024
Worauf solltest du bei Präparaten für Kindergartenkinder achten?
Diese Punkte ergeben sich aus dem Alter deines Kindes. Allgemeine Regeln zu Höchstmengen und Kombinationen gelten in jedem Alter und stehen in der Übersicht zur Sicherheit.
Was in diesem Alter zu beachten ist
Sie betreffen die Form, den Umgang und die Menge.
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Darreichungsform
Fruchtgummis sehen aus wie Süßigkeiten
Fruchtgummis schmecken und sehen aus wie Weingummi. Deshalb die Tagesmenge selbst abzählen und die Packung nicht offen stehen lassen. Kleine Tabletten sind die unauffälligere Form, viele Kinder lernen ab etwa vier Jahren, sie zu schlucken. Tropfen und Pulver funktionieren ebenfalls.
Quelle: BfR 2024; vzbv 2023
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Besonderheit der Phase
"Ab 4 Jahren" deckt die ganze Phase ab
Fast alle Kinderpräparate sind ab vier Jahren gedacht. Der Bedarf eines Vierjährigen und eines Siebenjährigen unterscheidet sich aber deutlich, weil er mit dem siebten Geburtstag bei vielen Nährstoffen ansteigt. Die Altersangabe auf der Packung sagt deshalb wenig darüber, ob die Menge zu deinem Kind passt.
Quelle: DGE 2025; vzbv 2023
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Passende Dosis
Viele Kinderpräparate sind zu hoch dosiert
Achte darauf, dass das Produkt für das Alter deines Kindes gedacht ist, und vergleiche die Menge pro Tagesdosis mit dem, was für Vier- bis Siebenjährige empfohlen wird. Das lohnt sich: Im Marktcheck der Verbraucherzentralen lagen 23 von 33 Kinderpräparaten darüber. Verbindliche Höchstmengen für Kinder gibt es bisher nicht.
Quelle: vzbv 2023; BfR 2021
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Selbstständigkeit
Präparate gehören außer Reichweite
Kinder in diesem Alter kommen selbst an Schränke und öffnen Packungen. Deshalb muss auf jedem Nahrungsergänzungsmittel stehen, dass es außerhalb der Reichweite kleiner Kinder aufzubewahren ist. Die Tagesmenge gibt immer ein Erwachsener.
Quelle: Bundesministerium der Justiz 2004; BfR 2024
Häufige Fragen
Wähl die Frage aus, die dich betrifft.
Braucht mein Kindergartenkind ein Multivitaminpräparat?
In der Regel nicht. Kinder in Deutschland sind mit den meisten Nährstoffen gut versorgt. Auffällig sind in den Verzehrsdaten Vitamin D, Jod und Calcium, also genau die Nährstoffe, die in einem Multivitaminpräparat oft nur in kleinen Mengen stecken.
Quelle: BfR 2024; Frontiers in Nutrition 2024
Mein Kind ist in der Kita ständig krank. Helfen Vitamine?
Häufige Infekte gehören in den ersten Kita-Jahren dazu. Für Vitamine und Mineralstoffe ist nur die Aussage zugelassen, dass sie zur normalen Funktion des Immunsystems beitragen. Dass sie Infekte verhindern oder seltener machen, darf nicht behauptet werden. Sind die Infekte sehr häufig oder dauern sie lange, ist die Kinderarztpraxis die richtige Anlaufstelle.
Quelle: Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union 2006; vzbv 2023
Woran erkenne ich, ob meinem Kind ein Nährstoff fehlt?
Am ehesten daran, was dein Kind über die Woche isst. Wenn aus allen Lebensmittelgruppen etwas dabei ist, ist die Versorgung in der Regel gut. Genauer hinschauen lohnt sich, wenn eine ganze Gruppe dauerhaft wegfällt, zum Beispiel alle Milchprodukte oder jedes Gemüse. Wenn du unsicher bist oder dir etwas an deinem Kind auffällt, ist die Kinderarztpraxis die richtige Anlaufstelle. Sie entscheidet auch, ob eine Blutuntersuchung sinnvoll ist.
Quelle: BfR 2024; The BMJ 2017
Mein Kind isst keinen Fisch. Bekommt es dann genug Jod?
Fisch ist nicht die einzige Quelle. Den größten Beitrag leistet im Alltag Jodsalz, dazu kommen Milch und Milchprodukte sowie Eier. Wichtig ist, dass zu Hause Jodsalz verwendet wird und dass auch bei gekauften Lebensmitteln wie Brot Jodsalz im Spiel ist. Ein Blick auf die Zutatenliste zeigt das.
Quelle: BfR Jodzufuhr, BfR 2022; FKE 2017
Sind Frühstücksflocken oder Säfte mit zugesetzten Vitaminen sinnvoll?
Meist nicht. Zugesetzt werden vor allem Vitamine, die Kinder ohnehin ausreichend bekommen. Die Nährstoffe, die in diesem Alter knapp sind, stecken dagegen selten darin. Dazu kommt, dass solche Produkte oft viel Zucker enthalten. Wer regelmäßig mehrere angereicherte Lebensmittel isst, nimmt außerdem von einzelnen Vitaminen mehr auf als gedacht.
Quelle: Frontiers in Nutrition 2024; vzbv 2023
Können Nahrungsergänzungsmittel meinem Kind schaden?
Bei einer passenden Dosierung sind sie unproblematisch. Kritisch wird es, wenn mehrere Quellen zusammenkommen, etwa ein Präparat, angereicherte Frühstücksflocken und eine zweite Packung Fruchtgummis. Für Kinder gibt es bisher keine verbindlichen Höchstmengen, und im Marktcheck der Verbraucherzentralen lagen 23 von 33 Kinderpräparaten über den Werten, die für Vier- bis Siebenjährige empfohlen sind. Ein Blick auf die Tagesdosis lohnt sich deshalb.
Quelle: vzbv 2023; BfR 2021
Braucht mein Kind im Winter Vitamin D?
Dazu gibt es zwei Sichtweisen. Die DGE nennt 20 µg pro Tag für den Fall, dass die Haut kein Vitamin D bildet, also rechnerisch auch für den Winter. Die Kinderärzte halten ein Präparat bei gesunden Kindern ab zwei Jahren dagegen nicht für nötig, weil der Körper von den Reserven aus dem Sommer zehrt. Eindeutiger ist die Lage bei Kindern, die selten draußen sind oder dunkle Haut haben. Dann lohnt sich ein Gespräch in der Kinderarztpraxis.
Quelle: DGE 2025; DGKED 2018
Mein Kind isst kein Gemüse. Fehlen ihm dann Nährstoffe?
Meist nicht. Viele Nährstoffe aus Gemüse stecken auch in Obst, Getreide und Kartoffeln. In den Verzehrsdaten fällt bei Kindern dieses Alters keiner der typischen Gemüsenährstoffe auf. Knapp sind Vitamin D, Jod und Calcium, und die kommen aus anderen Quellen. Trotzdem lohnt es sich, Gemüse weiter anzubieten, denn die Vorlieben ändern sich in diesem Alter noch.
Quelle: Frontiers in Nutrition 2024; Gesund ins Leben, BZfE 2022