
Eisen
10–12 mg pro TagBedarf steigt mit dem Wachstumsschub — bei Mädchen ab Menarche auf 15 mg/Tag wegen monatlichem Blutverlust.
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Worauf es zwischen Schuleintritt und Pubertät ankommt
Zwischen 8 und 12 Jahren prägt der Schulalltag den Tagesrhythmus, und bei vielen Kindern beginnt am Ende dieser Phase der präpubertäre Wachstumsschub. Eisen, Calcium und Vitamin D stehen besonders im Fokus — Calcium wegen des Knochenaufbaus, Eisen wegen des Wachstums und (bei Mädchen ab Menarche) wegen des monatlichen Blutverlusts. Konzentrationsprobleme haben meist andere Ursachen als Nährstofflücken.
Bei Mädchen ab der ersten Periode (Menarche) verschiebt sich der Eisenbedarf deutlich. Ein Ferritin-Wert beim Kinderarzt ist sinnvoll wenn Müdigkeit blasse Haut oder Konzentrationsprobleme auftreten — vor einer eigenmächtigen Supplementierung.
In der Schulphase essen viele Kinder einen Teil ihrer Mahlzeiten unbeobachtet — Pausenbrot, Schulkantine, Freunde. Ein Ess-Tagebuch über sieben Tage kombiniert mit dem, was du beim Frühstück und Abendessen siehst, gibt ein realistisches Bild. Frag dein Kind auch direkt, was es in der Pause gegessen hat — oft wirst du überrascht.
Eisen: kommt regelmäßig Fleisch oder gut kombinierte pflanzliche Eisenquellen mit Vitamin C auf den Tisch? Calcium: erreicht dein Kind die 400 Milliliter Milchprodukte täglich? Vitamin D: gibt es im Winterhalbjahr eine Quelle? Bei Mädchen kommt ab Menarche der Eisenbedarf besonders ins Blickfeld.
Anhaltende Müdigkeit, blasse Haut, Konzentrationsprobleme, die nicht zur Persönlichkeit passen, schlechtes Wachstum — das sind Anlässe für einen Bluttest. Bei Mädchen ab Menarche ist ein Ferritin-Wert sinnvoll, wenn Symptome auftreten. Erst Diagnostik — dann eventuell Supplementierung.
Pauschale Multivitamine bleiben unnötig. Bei Vitamin D im Winter gibt es Vitamin D, bei Eisenmangel ärztlich begleitet Eisen, bei vegan ernährten Kindern B12. Magnesium, Zink oder andere Mineralien werden nur bei nachgewiesenem Mangel oder begründetem Verdacht gegeben — nicht "vorsorglich" als Konzentrations-Booster.
Mit Beginn der Pubertät verändern sich die Bedarfe nochmal deutlich: Calcium steigt auf 1200 mg, bei Mädchen mit Menarche der Eisenbedarf auf 15 mg. Auch die Eigenverantwortung wächst — Jugendliche treffen mehr Ernährungs-Entscheidungen selbst. Die nächste Altersphase (13 bis 16 Jahre) hat eigene Schwerpunkte.
Drei Punkte verdienen in dieser Phase besondere Aufmerksamkeit:

Bedarf steigt mit dem Wachstumsschub — bei Mädchen ab Menarche auf 15 mg/Tag wegen monatlichem Blutverlust.
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Knochenaufbau läuft auf Hochtouren — diese Phase prägt die spätere Knochenmasse maßgeblich.
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Wichtig für die Calcium-Aufnahme und damit den Knochenaufbau — im Winterhalbjahr ist eine Quelle nötig.
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Schilddrüsenhormone steuern Wachstum und kognitive Entwicklung — Deutschland bleibt leichtes Jodmangelgebiet.
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Bedarf steigt durch das Wachstum — Vollkornprodukte, Nüsse und grünes Gemüse decken den Bedarf meist zuverlässig.
Mehr zu MagnesiumBildet die Grundlage jeder Mahlzeit. Bei jeder Hauptmahlzeit sollte etwas davon dabei sein.




In altersgerechten Mengen ergänzend. Tierische Eiweißquellen täglich, aber in kleinen Portionen — Hülsenfrüchte und Nüsse als pflanzliche Eiweißlieferanten.





In kleinen Mengen. Pflanzliche Öle und Fette in kleinen Portionen täglich, Süßigkeiten und fettreiche Snacks eher selten und bewusst dosiert.





Drei Detailartikel passen besonders gut zu dieser Altersphase:
Eisen steckt in Fleisch, Hülsenfrüchten, Vollkorn und grünem Gemüse. Aus tierischen Lebensmitteln nimmt der Körper es besser auf als aus pflanzlichen. Vitamin C aus Obst oder Gemüse verbessert die Aufnahme aus pflanzlichen Quellen deutlich, deshalb lohnt die Kombination in einer Mahlzeit. Der Bedarf steigt mit dem Alter: 7 mg bei Kleinkindern, 10 mg ab 7 Jahren, 14 mg ab 10 Jahren. Ab 13 Jahren brauchen Mädchen 16 mg, Jungen 11 mg. Nach EsKiMo II liegt die Eisenzufuhr besonders bei Mädchen zwischen 6 und 17 Jahren unter dem Referenzwert. Vor einer Eisengabe gehört ein Blutwert, weil zu viel Eisen im Körper nicht einfach ausgeschieden wird.
Vitamin D entsteht hauptsächlich in der Haut, wenn Sonnenlicht darauf trifft. Über das Essen kommt nur wenig dazu, deshalb liegt die Zufuhr aus Lebensmitteln bei fast allen Kindern unter dem Referenzwert. Daraus lässt sich kein Mangel ableiten. Zwischen Oktober und März steht die Sonne in Deutschland zu tief für die Bildung über die Haut. Die Ernährungskommission der DGKJ empfiehlt ab dem zweiten Lebensjahr regelmäßige Zeit im Freien und sieht eine vorbeugende Gabe im Winter nur für Risikogruppen als sinnvoll an. Wie gut ein Kind versorgt ist, zeigt ein Blutwert. Die Einordnung gehört in die kinderärztliche Praxis.
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Das Wachstum verlangsamt sich, das Essverhalten wird stabiler. Ein Teil der Mahlzeiten findet außer Haus statt, in der Kita oder bei der Betreuung. Damit entscheidet nicht mehr nur der Haushalt darüber, was auf dem Teller liegt. Die Eisenzufuhr wird in dieser Altersgruppe nach KiESEL im Median fast erreicht, anders als bei Kleinkindern. Auffällig bleiben Calcium, Jod und Vitamin D. Der Calciumbedarf steigt von 600 auf 750 mg pro Tag, weil das Skelett weiter aufgebaut wird.
In der Pubertät ist das Knochenwachstum am intensivsten, der Calciumbedarf erreicht mit 1200 mg pro Tag sein Maximum. Ab 13 Jahren trennt sich der Eisenbedarf nach Geschlecht: 16 mg für Mädchen, 11 mg für Jungen. Grund ist der Eisenverlust durch die Regelblutung. Nach EsKiMo II liegt die Eisenzufuhr bei Mädchen im Median unter dem Referenzwert, während Jungen ihn fast erreichen. Bei Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren ist zusätzlich die Vitamin-B12-Zufuhr geringer. In dieser Altersgruppe nehmen 16 Prozent regelmäßig Nahrungsergänzung, meist ohne ärztliche Empfehlung.
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