Welche Nährstoffe brauchen Schulkinder zwischen 8 und 12 Jahren?
Schulkinder bekommen die meisten Nährstoffe über das Essen zu Hause und in der Schule. Mit zehn Jahren steigt der Bedarf aber deutlich, genauer hinschauen lohnt sich dann bei Calcium, Eisen, Jod und Vitamin D. Bei Mädchen kommt mit der ersten Regelblutung ein höherer Eisenbedarf dazu. Ein Präparat ist nur in bestimmten Situationen sinnvoll. Schule, Sport oder Konzentration gehören nicht dazu.
- 1–3 Kleinkind
- 4–7 Kindergarten
- 8–12 Schulkinder
- 13–16 Teenager
Was ändert sich bei der Ernährung im Schulalter?
Zwischen acht und zwölf Jahren findet ein großer Teil des Tages in der Schule statt. Kinder essen deutlich mehr als früher und gegen Ende der Phase beginnt bei vielen die Pubertät.
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8–12 · Phase · Schule
4 von 10 Grundschulkindern
Ein Teil der Mahlzeiten findet in der Schule statt
Der Tag verteilt sich auf Frühstück zu Hause, Pausenbrot und oft ein Mittagessen in Schule oder Hort. Etwa 4 von 10 Grundschulkindern essen mindestens dreimal pro Woche in der Schule zu Mittag. Nach dem Wechsel auf die weiterführende Schule wird das deutlich seltener.
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8–12 · Phase · Menge
etwa ein Drittel mehr
Die Portionen wachsen mit
Ein Kind zwischen zehn und zwölf Jahren braucht etwa ein Drittel mehr Energie als ein Fünfjähriges. Was auf den Teller kommt, bleibt dabei gleich, nur die Mengen werden größer. Deshalb wächst die Versorgung mit den meisten Nährstoffen von allein mit.
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8–12 · Phase · Pubertät
ab 10 Jahren
Jungen und Mädchen brauchen jetzt Unterschiedliches
Gegen Ende dieser Phase beginnt bei vielen Kindern die Pubertät. Die DGE unterscheidet deshalb ab zehn Jahren bei einigen Nährstoffen zwischen Jungen und Mädchen. Bei Mädchen kommt mit der ersten Regelblutung ein höherer Bedarf an Eisen dazu.
Wie verändert sich der Nährstoffbedarf von Schulkindern?
In dieser Phase steigt der Bedarf gleich zweimal: mit sieben und noch einmal mit zehn Jahren. Ab zehn nennt die DGE bei einigen Nährstoffen außerdem getrennte Werte für Jungen und Mädchen. Die Grafik zeigt den Verlauf bis 16 Jahre, die Zeit zwischen acht und zwölf ist markiert. Wie gut Schulkinder tatsächlich versorgt sind, steht im nächsten Abschnitt.
Werte für 8 bis 12 Jahre
Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr der DGE. Die Werte gelten jeweils für eine ganze Altersgruppe der DGE, deshalb verläuft die Linie in Stufen. Die Phase von acht bis zwölf Jahren umfasst zwei Altersgruppen: 7 bis unter 10 und 10 bis unter 13 Jahre.
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
Quelle:DGE 2025
In der Pubertät lagern die Knochen besonders viel Calcium ein. Deshalb nennt die DGE ab zehn Jahren einen deutlich höheren Wert als für jüngere Kinder.
Für Mädchen, die bereits regelmäßig ihre Regel haben, nennt die DGE 16 statt 14 mg am Tag. Mit jeder Regelblutung verliert der Körper etwas Eisen.
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | pro Tag |
|---|---|
| DGE Calcium 1–4 Jahre | 600,0 mg |
| DGE Calcium 4–7 Jahre | 750,0 mg |
| DGE Calcium 7–10 Jahre | 900,0 mg |
| DGE Calcium 10–13 Jahre | 1100,0 mg |
| DGE Calcium 13–19 Jahre | 1200,0 mg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | Jungen | Mädchen |
|---|---|---|
| Kleinkinder 1 bis unter 4 Jahre | 7,0 mg | 7,0 mg |
| Kinder 4 bis unter 7 Jahre | 7,0 mg | 7,0 mg |
| Kinder 7 bis unter 10 Jahre | 10,0 mg | 10,0 mg |
| Kinder 10 bis unter 13 Jahre | 14,0 mg | 14,0 mg |
| Jugendliche 13 bis unter 15 Jahre | 11,0 mg | 16,0 mg |
| Jugendliche 15 bis unter 19 Jahre | 11,0 mg | 16,0 mg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | pro Tag |
|---|---|
| DGE Jod 1–4 Jahre | 90,0 µg |
| DGE Jod 4–7 Jahre | 90,0 µg |
| DGE Jod 7–10 Jahre | 120,0 µg |
| DGE Jod 10–13 Jahre | 120,0 µg |
| DGE Jod 13–19 Jahre | 150,0 µg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | pro Tag |
|---|---|
| 0 bis unter 12 Monate | 10,0 µg |
| 1 bis unter 15 Jahre | 20,0 µg |
| 15 bis unter 65 Jahre | 20,0 µg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | Jungen | Mädchen |
|---|---|---|
| DGE Zink 1 bis unter 4 Jahre | 3,0 mg | 3,0 mg |
| DGE Zink 4 bis unter 7 Jahre | 4,0 mg | 4,0 mg |
| DGE Zink 7 bis unter 10 Jahre | 6,0 mg | 6,0 mg |
| DGE Zink 10–13 Jahre | 9,0 mg | 8,0 mg |
| DGE Zink 13–15 Jahre | 12,0 mg | 10,0 mg |
| DGE Zink 15–19 Jahre | 14,0 mg | 11,0 mg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | Jungen | Mädchen |
|---|---|---|
| DGE Magnesium 1 bis unter 4 Jahre | 170,0 mg | 170,0 mg |
| DGE Magnesium 4 bis unter 7 Jahre | 190,0 mg | 190,0 mg |
| DGE Magnesium 7 bis unter 10 Jahre | 240,0 mg | 240,0 mg |
| DGE Magnesium 10 bis unter 13 Jahre | 260,0 mg | 230,0 mg |
| DGE Magnesium 13 bis unter 15 Jahre (m) | 280,0 mg | 240,0 mg |
| DGE Magnesium 15 bis unter 19 Jahre (m) | 330,0 mg | 260,0 mg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | pro Tag |
|---|---|
| DGE Folsäure 1–4 Jahre | 120,0 µg-FÄ |
| DGE Folsäure 4–7 Jahre | 140,0 µg-FÄ |
| DGE Folsäure 7–10 Jahre | 180,0 µg-FÄ |
| DGE Folsäure 10–13 Jahre | 240,0 µg-FÄ |
| DGE Folsäure 13–19 Jahre | 300,0 µg-FÄ |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | pro Tag |
|---|---|
| DGE B12 1 bis unter 4 Jahre | 1,5 µg |
| DGE B12 4 bis unter 7 Jahre | 2,0 µg |
| DGE B12 7 bis unter 10 Jahre | 2,5 µg |
| DGE B12 10 bis unter 13 Jahre | 3,5 µg |
| DGE B12 13 bis unter 19 Jahre | 4,0 µg |
Alle Werte nach Alter
| Altersgruppe | Jungen | Mädchen |
|---|---|---|
| DGE Vitamin C 1–4 Jahre | 20,0 mg | 20,0 mg |
| DGE Vitamin C 4–7 Jahre | 30,0 mg | 30,0 mg |
| DGE Vitamin C 7–10 Jahre | 45,0 mg | 45,0 mg |
| DGE Vitamin C 10–13 Jahre | 65,0 mg | 65,0 mg |
| DGE Vitamin C 13–15 Jahre Jungen | 85,0 mg | 75,0 mg |
| DGE Vitamin C 15–19 Jahre Jungen | 105,0 mg | 90,0 mg |
Sind Schulkinder ausreichend mit Nährstoffen versorgt?
Mit Pausenbrot und Schulessen haben Eltern weniger im Blick, was ihr Kind über den Tag isst. Ob es trotzdem genug bekommt, lässt sich für Schulkinder in Deutschland recht gut beantworten.
Bei den meisten Nährstoffen ja. Knapp sind vor allem Jod, Calcium und Vitamin D, ab zehn Jahren auch Eisen.
Insgesamt sind Schulkinder in Deutschland gut versorgt. Bei Vitamin C und den meisten anderen Nährstoffen gibt es keine größeren Auffälligkeiten.
Knapper wird es bei einigen Nährstoffen. Dafür gibt es jeweils einen Grund. Vitamin D entsteht vor allem in der Haut, wenn Sonne darauf scheint. Über das Essen kommt kaum etwas dazu. Jod steckt nur in wenigen Lebensmitteln, deshalb hängt viel am Jodsalz. Bei Calcium und Eisen steigt die Empfehlung mit zehn Jahren so stark, dass viele Kinder nicht mehr mitkommen. Selbst ein optimal geplanter Speiseplan erreicht bei Mädchen zwischen zehn und zwölf die Werte für Calcium und Eisen nicht ganz.
Weniger als empfohlen heißt nicht automatisch Mangel. Die Empfehlungen sind so angesetzt, dass sie für fast alle Kinder reichen. Die Zahlen in den Kacheln sind typische Werte für Kinder zwischen neun und elf Jahren. Wo dein Kind liegt, hängt davon ab, was es isst.
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Vitamin D
1,2 bis 1,4 µg
Vitamin D bekommt ein Kind zwischen neun und elf Jahren typischerweise am Tag über das Essen. Das ist wenig, aber das Essen ist auch nicht die Hauptquelle. Den größten Teil bildet der Körper selbst, wenn Sonne auf die Haut scheint.
EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021; DGE 2025
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Jod
65 bis 69 µg
Jod bekommt ein Kind zwischen neun und elf Jahren typischerweise am Tag. Empfohlen sind 120 µg.
EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021; BfR Jodzufuhr, BfR 2022
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Calcium
625 bis 640 mg
Calcium bekommt ein Kind zwischen neun und elf Jahren typischerweise am Tag. Empfohlen sind 900 mg, ab zehn Jahren 1.100 mg.
EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021; FKE 2017
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Eisen
8 bis 9 mg
Eisen bekommt ein Kind zwischen neun und elf Jahren typischerweise am Tag. Empfohlen sind 10 mg, ab zehn Jahren 14 mg. Mädchen liegen dabei etwas niedriger als Jungen.
EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021; BfR 2024
Was die Daten nicht hergeben
Zwölfjährige sind in der großen Verzehrstudie nicht getrennt erfasst, sie gehören dort zur Gruppe der 12- bis 17-Jährigen. Die Kacheln zeigen deshalb Werte für Neun- bis Elfjährige. Blutwerte zu Eisen oder Vitamin D gibt es für diese Altersgruppe nicht gesondert. Die Daten stammen aus den Jahren 2015 bis 2017.
Welche Nährstoffe solltest du bei Schulkindern im Blick haben?
Die meisten Nährstoffe bekommt dein Kind über das Essen zu Hause und in der Schule. Bei diesen vier lohnt sich ein genauerer Blick, vor allem wenn dein Kind zehn wird.
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Calcium
Mit zehn Jahren steigt der Bedarf an Calcium deutlich.
In der Pubertät lagern die Knochen besonders viel Calcium ein. Bei Schulkindern stammt das meiste davon aus Milch, Joghurt und Käse. Dazu kommen grünes Gemüse wie Brokkoli und calciumreiches Mineralwasser.
Wenn Milchprodukte täglich auf dem Tisch stehen, etwa zum Frühstück, im Pausenbrot und am Abend, ist ein Präparat in der Regel kein Thema. Fallen sie dauerhaft weg, lohnt sich ein Gespräch in der Kinderarztpraxis.
Quelle: DGE 2025; EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021; FKE 2025
Alles zu CalciumIn welchen Lebensmitteln steckt Calcium?
- Milch, Vollmilch ein Glas, 250 ml 300 mg
- Naturjoghurt ein Becher, 150 g 180 mg
- Grünkohl, gekocht eine Portion, 150 g 285 mg
- Emmentaler
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Eisen
Bei Mädchen steigt der Bedarf mit der ersten Regel noch einmal.
Ab zehn Jahren braucht jedes Kind mehr Eisen, Mädchen mit regelmäßiger Regel noch etwas mehr. Die wichtigste Eisenquelle von Schulkindern ist Brot, dazu kommen Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide und Fleisch. Eisen aus Fleisch kann der Körper leichter aufnehmen als Eisen aus Pflanzen. Pflanzliches Eisen wird besser aufgenommen, wenn zur gleichen Mahlzeit etwas mit Vitamin C dabei ist, zum Beispiel Paprika oder ein Stück Obst. Schwarzer Tee zum Essen bremst die Aufnahme dagegen.
Ein Eisenpräparat ist nur sinnvoll, wenn ein Mangel ärztlich festgestellt wurde. Bei Fragen rund um die Regelblutung und Eisen ist die Kinderarztpraxis die richtige Anlaufstelle.
Quelle: DGE 2025; DGE 2025; EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021; DGE-Qualitätsstandard Schule, DGE 2020
Alles zu EisenIn welchen Lebensmitteln steckt Eisen?
- Linsen, gekocht eine Portion, 100 g 3,3 mg
- Rindfleisch eine Portion, 60 g 1,4 mg
- Haferflocken 4 Esslöffel, 30 g 1,4 mg
- Sonnenblumenkerne eine Handvoll, 25 g 1,4 mg
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Jod
Jodsalz im Brot und in der Küche macht den größten Unterschied.
Bei Schulkindern sind Milch und Milchprodukte die wichtigste Jodquelle, gefolgt von Fisch. Einen großen Teil liefert außerdem Jodsalz, zu Hause und in Brot und Backwaren. Weil die Lebensmittelindustrie immer seltener Jodsalz verwendet, ist die Jodzufuhr in Deutschland in den letzten Jahren zurückgegangen.
Ein Präparat ist hier selten der erste Schritt. Jodsalz zu Hause, täglich Milchprodukte und einmal pro Woche Seefisch tragen viel bei. Beim Brot zeigt die Zutatenliste, ob Jodsalz verwendet wurde.
Quelle: EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021; BfR Jodzufuhr, BfR 2022; FKE 2017
Alles zu JodIn welchen Lebensmitteln steckt Jod?
- Jodsalz 1g 20 µg
- Kabeljau eine Portion, 90 g 200 µg
- Feta eine Portion, 30 g 23 µg
- Sardine eine Portion, 90 g 71 µg
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Vitamin D
Vitamin D kommt vor allem aus der Sonne, kaum aus dem Essen.
Rund 90 Prozent des Vitamin D bildet der Körper selbst, wenn Sonne auf die Haut scheint. Von April bis September reicht dafür aus, wenn dein Kind zweimal pro Woche für 5 bis 30 Minuten mit unbedeckten Armen und Beinen draußen ist. Spielen und Sport im Freien zählen dazu. Im Winter zehrt der Körper von den Reserven aus dem Sommer.
Ob ein Präparat im Winter sinnvoll ist, sehen die Fachgesellschaften unterschiedlich. Die DGE nennt 20 µg für den Fall, dass die Haut kein Vitamin D bildet. Die Kinderärzte halten das bei gesunden Kindern ab zwei Jahren nicht für nötig, weil der Körper von seinen Sommerreserven zehrt. Anders ist es bei dunkler Haut, wenig Zeit im Freien oder bestimmten Erkrankungen. Dann lohnt sich ein Gespräch in der Kinderarztpraxis.
Quelle: DGKED 2018; DGE 2025
Alles zu Vitamin DIn welchen Lebensmitteln steckt Vitamin D?
- Lachs (Wildfang) eine Portion, 90 g 14,7 µg
- Hering eine Portion, 90 g 14,4 µg
- Eier ein Ei, etwa 55 g 1 µg
Wie sieht eine ausgewogene Ernährung für Schulkinder aus?
Schulkinder essen im Grunde das Gleiche wie der Rest der Familie, nur in größeren Mengen als früher. Neu ist, dass ein Teil des Tages in der Schule stattfindet. Frühstück, Pausenbrot, Mittagessen und Abendessen sollten deshalb zusammen einen ausgewogenen Tag ergeben.
Was im Alltag hilft
So sieht ein ausgewogener Speiseplan in diesem Alter aus.
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Fünf Mahlzeiten, auch an Schultagen
Drei Hauptmahlzeiten und zwei kleinere Zwischenmahlzeiten bleiben die Grundlage. An Schultagen gehören das Pausenbrot und das Mittagessen in Schule oder Hort dazu. Entscheidend ist, dass alle Mahlzeiten zusammen einen ausgewogenen Tag ergeben.
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Gemüse, Obst und Vollkorn als Grundlage
Bei jeder Mahlzeit etwas Gemüse, Rohkost oder Obst. Brot und Getreideflocken mindestens zur Hälfte als Vollkorn, Nudeln und Reis am besten ganz. Dazu regelmäßig Hülsenfrüchte und täglich eine kleine Handvoll Nüsse.
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Milchprodukte täglich, Fleisch in kleinen Mengen
Milch, Joghurt oder Käse gehören zu mehreren Mahlzeiten am Tag. Fleisch und Wurst gibt es in kleinen Mengen, Fisch etwa einmal pro Woche und ein bis zwei Eier pro Woche.
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Wasser als Standardgetränk
Über den Tag etwa ein Liter, am besten Leitungswasser oder ungesüßter Tee, auch in der Schule. Eine eigene Trinkflasche im Ranzen macht das leichter. Milch zählt nicht zu den Getränken, sondern zu den Lebensmitteln.
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Sparsam mit Süßem, Fett und Salz
Etwas Süßes gehört dazu, ungefähr so viel wie ein kleiner Schokoriegel am Tag. Zum Kochen eignet sich Rapsöl. Salz nur wenig und dann als Jodsalz.
Was häufig dazwischenkommt
Situationen, die zwischen acht und zwölf Jahren oft vorkommen.
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Morgens hat dein Kind keinen Hunger
Viele Schulkinder bekommen früh am Morgen kaum etwas herunter. Dann darf das Frühstück kleiner ausfallen und das Pausenbrot dafür etwas größer. Die Optimierte Mischkost sieht diesen Tausch ausdrücklich vor, ohne dass die Versorgung darunter leidet.
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Das Schulessen ist sehr unterschiedlich
Wie ausgewogen das Mittagessen in der Schule ist, hängt stark von der Schule ab. Eine bundesweite Erhebung fand oft zu wenig Gemüse und zu viel Fleisch. Nur etwa die Hälfte der Schulen, die den Qualitätsstandard der DGE kennen, setzt ihn auch um. Ein Blick auf den Speiseplan lohnt sich: Gibt es jeden Tag Gemüse oder Salat, regelmäßig Vollkorn und Hülsenfrüchte, und Fleisch nur an wenigen Tagen pro Woche?
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Dein Kind möchte kein Fleisch mehr essen
Gegen Ende der Grundschulzeit entscheiden sich manche Kinder, vegetarisch zu essen, bei Jugendlichen wird das deutlich häufiger. Das ist gut machbar. Wichtig ist, Fleisch nicht einfach wegzulassen, sondern durch Hülsenfrüchte, Vollkorn, Eier und Milchprodukte zu ersetzen. Zu pflanzlichen Eisenquellen passt etwas mit Vitamin C.
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Dein Kind macht viel Sport
Sportliche Kinder brauchen vor allem mehr zu essen und zu trinken. Die Zusammensetzung bleibt dieselbe, nur die Mengen wachsen. Sportgetränke, Eiweißriegel oder spezielle Präparate sind in diesem Alter nicht nötig.
Braucht ein Schulkind ein Nahrungsergänzungsmittel?
Die meisten Schulkinder brauchen kein Präparat, auch nicht mit dem höheren Bedarf ab zehn Jahren. Das Essen zu Hause und in der Schule deckt ihn in der Regel. Es gibt aber einzelne Anlässe, bei denen sich ein genauerer Blick lohnt.
Wann ja
Anlässe, bei denen ein Präparat in diesem Alter ein Thema ist.
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Dein Kind ernährt sich vegan
Vitamin B12 steckt fast nur in tierischen Lebensmitteln und muss bei veganer Ernährung über ein Präparat ergänzt werden. Auch Jod, Eisen, Calcium und Zink brauchen dann eine gezielte Planung. Eine Ernährungsberatung hilft dabei, das im Alltag umzusetzen.
Quelle: Vegan, vegetarisch, Mischkost – nur geringe Unterschiede 2020; DGE 2025; DGE 2024
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Dein Kind verzichtet dauerhaft auf Milchprodukte
Milch, Joghurt und Käse liefern bei Schulkindern den größten Teil des Calciums, und mit zehn Jahren steigt der Bedarf deutlich. Pflanzendrinks sind nur dann ein Ersatz, wenn sie mit Calcium angereichert sind. Ob das reicht, lässt sich in der Kinderarztpraxis oder mit einer Ernährungsberatung klären.
Quelle: EsKiMo II, Robert Koch-Institut 2021; FKE 2025; DGE 2025
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Dein Kind ist selten draußen oder hat dunkle Haut
Dann bildet die Haut auch im Sommer wenig Vitamin D und die Reserven für den Winter fallen kleiner aus. Ob in den Wintermonaten ein Präparat sinnvoll ist, klärst du am besten in der Kinderarztpraxis.
Quelle: DGKED 2018; DGE 2025
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Ein Mangel wurde ärztlich festgestellt
Dann gehört ein Präparat zur Behandlung, zum Beispiel bei einem Eisenmangel nach der ersten Regelblutung. Welches, wie viel und wie lange, legt die Kinderarztpraxis fest.
Quelle: BfR 2024
Wann nein
Gründe, die für sich genommen nicht für ein Präparat sprechen.
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Dein Kind soll sich in der Schule besser konzentrieren
Rund um Schule und Hausaufgaben wird viel mit Konzentration und Lernen geworben. Solche Aussagen beschreiben, wofür der Körper Nährstoffe braucht. Dass ein Präparat bei einem gut versorgten Kind die Konzentration oder die Noten verbessert, heißt das nicht.
Quelle: Stiftung Warentest 2025; Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union 2006
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Dein Kind soll gut wachsen
In der Pubertät wächst der Körper schnell und viele Präparate werben mit Wachstum und starken Knochen. Diese Aussagen beschreiben, dass Calcium und Vitamin D für normales Wachstum gebraucht werden. Ein Kind, das über das Essen genug bekommt, wächst durch ein Präparat nicht zusätzlich.
Quelle: Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union 2006; BfR 2024
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Dein Kind macht viel Sport
Auch sportliche Kinder bekommen über eine ausgewogene Ernährung, was sie brauchen. Sie essen und trinken einfach mehr. Präparate sind nur dann sinnvoll, wenn eine Unterversorgung ärztlich nachgewiesen wurde.
Quelle: DGE 2019; FKE 2017
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Vorsorglich, ohne konkreten Anlass
Für gesunde Kinder ist ein Multivitaminpräparat ohne Anlass nicht nötig. Es enthält meist viele Nährstoffe, die Kinder über das Essen ohnehin bekommen. Stiftung Warentest hat 2025 alle 18 getesteten Kinderpräparate als überflüssig bewertet.
Quelle: Stiftung Warentest 2025
Worauf solltest du bei Präparaten für Schulkinder achten?
Worauf solltest du bei Präparaten für Schulkinder achten?
Was in diesem Alter zu beachten ist
Sie betreffen die Form, den Umgang und die Menge.
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Darreichungsform
Fruchtgummis laden zum Naschen ein
Viele Kinderpräparate sehen aus und schmecken wie Weingummi. Auch ältere Kinder greifen dann schnell zu einem zweiten oder dritten. Schulkinder können in der Regel kleine Tabletten schlucken, das ist die unauffälligere Form.
Quelle: Stiftung Warentest 2025; vzbv 2023
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Selbstständigkeit
Die Tagesmenge gibt ein Erwachsener
Schulkinder erledigen vieles schon allein, auch das Frühstück. Präparate gehören trotzdem nicht in den Ranzen oder ins Kinderzimmer. Am sichersten ist es, wenn ein Erwachsener die Tagesmenge abzählt und die Packung außer Reichweite bleibt.
Quelle: Bundesministerium der Justiz 2004; BfR 2024
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Passende Dosis
Keine Präparate für Jugendliche oder Erwachsene mitgeben
Produkte für Ältere sind auf deren Bedarf abgestimmt, verbindliche Höchstmengen für Kinder gibt es nicht. Aber auch Kinderpräparate sind oft zu hoch dosiert: Stiftung Warentest rät bei mehreren Produkten ab, vor allem wegen zu viel Vitamin A. Ein Blick auf Altersangabe und Tagesdosis lohnt sich deshalb immer.
Quelle: BfR 2024; vzbv 2023; Stiftung Warentest 2025
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Besonderheit der Phase
Eisen nach der ersten Regel nicht auf Verdacht geben
Mit der ersten Regelblutung steigt bei Mädchen der Eisenbedarf. Ein Eisenpräparat sollte trotzdem erst gegeben werden, wenn ein Mangel ärztlich festgestellt wurde. Zu viel Eisen kann Übelkeit und Bauchschmerzen verursachen und die Speicher lassen sich nur über eine Blutuntersuchung beurteilen.
Quelle: DGE 2025; DGE 2025; BfR 2024
Häufige Fragen
Wähl die Frage aus, die dich betrifft.
Braucht meine Tochter nach der ersten Periode mehr Eisen?
Ja, der Bedarf steigt. Für Mädchen, die bereits regelmäßig ihre Regel haben, nennt die DGE 16 statt 14 mg Eisen am Tag. Das lässt sich meist über das Essen erreichen, etwa mit Vollkornbrot, Hülsenfrüchten, Fleisch und Haferflocken, zusammen mit etwas Obst oder Gemüse. Ein Präparat ist erst sinnvoll, wenn in der Kinderarztpraxis ein Mangel festgestellt wurde.
Quelle: DGE 2025
Mein Kind ist oft müde. Fehlt ihm Eisen?
Das lässt sich von außen nicht sagen. Müdigkeit kann viele Gründe haben, von zu wenig Schlaf bis zu einer Erkrankung. Ob die Eisenspeicher gut gefüllt sind, zeigt nur eine Blutuntersuchung, und dafür braucht es mehrere Werte. Wenn die Müdigkeit länger anhält, ist die Kinderarztpraxis die richtige Anlaufstelle. Eisen auf Verdacht zu geben, ist nicht sinnvoll.
Quelle: DGE 2025
Hilft Omega-3 meinem Kind bei der Konzentration in der Schule?
Dafür gibt es keinen Beleg. Zugelassen ist nur die Aussage, dass die Omega-3-Fettsäure DHA zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion beiträgt. Das beschreibt, wofür der Körper sie braucht, nicht dass zusätzliches Omega-3 die Konzentration verbessert. Die beste Quelle ist fettreicher Seefisch wie Lachs, Hering oder Makrele, etwa einmal pro Woche.
Quelle: Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, Europäisches Parlament und Rat der Europäischen Union 2006; Stiftung Warentest 2025
Braucht mein Schulkind im Winter Vitamin D?
Dazu gibt es zwei Sichtweisen. Die DGE nennt 20 µg pro Tag für den Fall, dass die Haut kein Vitamin D bildet, also rechnerisch auch für den Winter. Die Kinderärzte halten ein Präparat bei gesunden Kindern trotzdem nicht für nötig, weil der Körper von den Reserven aus dem Sommer zehrt. Eindeutiger ist die Lage bei Kindern, die selten draußen sind oder dunkle Haut haben. Dann lohnt sich ein Gespräch in der Kinderarztpraxis.
Quelle: DGKED 2018; DGE 2025
Kann mein Kind eine halbe Tablette aus einem Präparat für Erwachsene nehmen?
Davon ist abzuraten. Präparate für Erwachsene sind auf deren Bedarf abgestimmt, und die Höchstmengen des Bundesinstituts für Risikobewertung gelten erst ab 15 Jahren. Eine halbe Tablette passt deshalb nicht automatisch zu einem Schulkind. Wenn ein Präparat nötig ist, sollte es für das Alter deines Kindes gedacht sein und in der Kinderarztpraxis besprochen werden.
Quelle: BfR 2024; BfR 2024