Immunsystem

Mein Kind ist ständig krank – was dahinter steckt (und wie du helfen kannst)

Mein Kind ist ständig krank – was dahinter steckt (und wie du helfen kannst)

Schon wieder krank.

Dein Kind quält sich mit Husten. Die Nase läuft seit Wochen, das Fieber kommt und geht, und kaum scheint es besser zu werden, fängt alles von vorne an. Du hast schon alles versucht – Vitamine, Hausmittel, mehr frische Luft. Trotzdem: Kaum ist ein Infekt vorbei, kommt der nächste.

Wir wissen, wie belastend diese Zeit für die ganze Familie ist. Und wir wissen, dass du dir vor allem eins wünschst: Dass es deinem Kind endlich besser geht.

In diesem Artikel bekommst du klare Antworten: Warum dein Kind so oft krank ist, wann du dir Sorgen machen solltest (und wann nicht), was wirklich hilft und wann diese Phase endlich vorbei ist. Keine komplizierten Fachbegriffe, keine leeren Versprechen – sondern ehrliche, wissenschaftlich fundierte Informationen, die dir helfen.

 

Warum wird mein Kind ständig krank?

Die kurze Antwort: Weil sein Immunsystem gerade lernt. Das klingt erst mal abstrakt, aber lass uns das genauer anschauen, denn wenn du verstehst, was in deinem Kind vorgeht, wird vieles leichter.

Das Immunsystem ist wie ein Muskel – es muss trainieren

Dein Kind kommt auf die Welt mit einem ziemlich unerfahrenen Immunsystem. Es kennt kaum Viren oder Bakterien und muss erst lernen, wie man sich gegen sie wehrt. Jeder Infekt, den dein Kind durchmacht, ist eine Art Trainingseinheit für die Abwehrkräfte. Der Körper lernt den Erreger kennen, entwickelt Antikörper und merkt sich: "Okay, gegen diesen Virus bin ich jetzt gewappnet."

Das Problem: Es gibt nicht nur einen Erkältungsvirus. Es gibt über 200 verschiedene. Dein Kind muss sie nach und nach kennenlernen, einen nach dem anderen. Und genau deshalb dauert diese Phase so lange und fühlt sich so endlos an.

Die Kita: Ein Viren-Trainingscamp

Mit dem Start in die Kita oder Krippe wird alles noch intensiver. Plötzlich verbringt dein Kind den ganzen Tag mit vielen anderen Kindern auf engem Raum. Sie spielen zusammen, teilen Spielzeug, husten sich gegenseitig an und fassen sich ständig ins Gesicht. Für Viren ist das ein Paradies. Für das Immunsystem deines Kindes ist es ein Bootcamp.

Kinderärzte sagen ganz klar: Das erste Kita-Jahr ist das härteste. Manche Kinder haben in dieser Zeit 10, 12 oder sogar 15 Infekte. Das klingt erschreckend, ist aber tatsächlich normal. Die gute Nachricht: Mit jedem durchgemachten Infekt wird dein Kind ein bisschen robuster.

8 bis 12 Infekte pro Jahr – ja, das ist normal

Studien zeigen: Kleinkinder durchlaufen im Schnitt 8 bis 12 Infekte pro Jahr, vor allem in den ersten beiden Lebensjahren in der Kita. Manche Experten sprechen sogar von bis zu 13 Infekten. Eine einzelne Erkältung kann bis zu zwei Wochen dauern. Rechne das mal hoch: Bei 10 Infekten im Jahr ist dein Kind theoretisch 20 Wochen krank. Das sind fast fünf Monate.

Fünf Monate im Jahr.

Kein Wunder also, dass du das Gefühl hast, dein Kind ist ständig krank. Es ist tatsächlich sehr oft krank und trotzdem ist meist alles in Ordnung.

Warum fühlt es sich an wie eine Dauerschleife?

Das Frustrierende an dieser Phase: Die Infekte kommen oft direkt hintereinander. Kaum ist die Nase frei, läuft sie schon wieder. Kaum ist das Fieber weg, kommt der nächste Husten. Das hat zwei Gründe: Erstens zirkulieren in der Kita ständig verschiedene Viren gleichzeitig. Dein Kind kann gegen Virus A gerade immun sein und sich trotzdem sofort mit Virus B anstecken. Zweitens ist das Immunsystem nach einem Infekt noch geschwächt und anfälliger für den nächsten Erreger.

Diese Ketteninfekte sind das, was Eltern am meisten zermürbt. Aber auch sie sind – so hart es klingt – völlig normal in dieser Lebensphase.

 

Ist das noch normal? Der wichtige Unterschied

Die meisten ständig kranken Kinder sind völlig gesund. Aber natürlich fragst du dich trotzdem manchmal: "Ist das bei uns noch im Rahmen?" Hier kommt die ehrliche Antwort mit klaren Kriterien, damit du einschätzen kannst, ob alles in Ordnung ist oder ob ihr zum Arzt solltet.

Das ist normal und kein Grund zur Sorge

Bei den allermeisten Kindern gilt: Solange diese Punkte zutreffen, ist alles gut.

Dein Kind hat 8 bis 12 Infekte pro Jahr.
Ja, das klingt viel. Aber für Kleinkinder in der Kita ist das der Durchschnitt, besonders in den ersten beiden Jahren.

✅ Die Infekte dauern 1 bis 2 Wochen.
Eine Erkältung braucht ihre Zeit. Wenn dein Kind nach spätestens zwei Wochen wieder fit ist, ist das normal.

✅ Dein Kind erholt sich zwischen den Infekten.
Auch wenn es gefühlt immer krank ist – zwischen den Infekten gibt es kurze Phasen, in denen dein Kind wieder munter ist, Appetit hat und spielt.

✅ Dein Kind wächst und nimmt zu.
Trotz der vielen Infekte entwickelt sich dein Kind altersgerecht. Es isst (meistens), es schläft, es nimmt an Gewicht und Größe zu.

✅ Die Infekte sind vor allem im Herbst und Winter.
Von Oktober bis März ist Erkältungssaison. Wenn dein Kind in dieser Zeit besonders oft krank ist, passt das ins Bild.

✅ Es sind vor allem Erkältungen.
Schnupfen, Husten, leichtes Fieber, mal Halsschmerzen oder eine Mittelohrentzündung,  das sind typische, harmlose Infekte.

Wenn das auf euch zutrifft: Durchatmen. Es ist anstrengend und zermürbend, aber medizinisch ist wahrscheinlich alles in Ordnung.

 

Wann du mit deinem Kind zum Arzt solltest

Es gibt aber auch Warnsignale, bei denen du nicht einfach abwarten solltest. Wenn einer oder mehrere dieser Punkte zutreffen, sprich bitte mit eurem Kinderarzt:

⛔ Mehr als 12 Infekte pro Jahr über einen längeren Zeitraum.
Ein, zwei Ausreißer-Winter sind okay. Aber wenn dein Kind dauerhaft deutlich öfter krank ist als Gleichaltrige, sollte das abgeklärt werden.

⛔ Ungewöhnlich schwere Verläufe.
Wenn aus jedem Schnupfen eine Bronchitis wird, wenn dein Kind immer wieder ins Krankenhaus muss oder häufig Lungenentzündungen bekommt, ist das nicht normal.

⛔ Dein Kind erholt sich nicht richtig zwischen den Infekten.
Wenn es auch in den vermeintlich gesunden Phasen schlapp, müde und appetitlos bleibt, stimmt etwas nicht.

⛔ Dein Kind nimmt nicht zu oder wächst nicht.
Wenn die Gewichts- oder Wachstumskurve stagniert oder abfällt, sollte das untersucht werden.

⛔ Immer wieder bakterielle Infekte, die Antibiotika brauchen.
Gelegentlich mal eine bakterielle Infektion ist normal. Aber wenn dein Kind ständig Antibiotika braucht, könnte ein tieferliegendes Problem dahinterstecken.

⛔ Auch im Sommer ständig krank.
Im Sommer sind Infekte deutlich seltener. Wenn dein Kind auch von Mai bis September dauernd krank ist, sollte das abgeklärt werden.

Echte Immunschwächen sind extrem selten. In den allermeisten Fällen wird euer Kinderarzt euch bestätigen: Alles ist gut, das ist nur eine anstrengende Phase. Aber im Zweifel ist es immer besser, einmal zu viel nachzufragen als einmal zu wenig.

 

Was dein Kind jetzt braucht (Dinge, die wirklich helfen)

Du kannst die Infekte nicht komplett verhindern. Aber du kannst deinem Kind helfen, besser damit umzugehen und schneller wieder gesund zu werden. Hier sind die fünf wichtigsten Dinge. Das sind keine Wundermittel, sondern solide Basics, die wirklich einen Unterschied machen.

1. Ausreichend Schlaf – mehr als du denkst

Im Schlaf regeneriert der Körper. Er bildet Abwehrstoffe, repariert, was tagsüber beschädigt wurde, und sammelt Kraft für den nächsten Tag. Zu wenig Schlaf macht nachweislich anfälliger für Infekte, das ist wissenschaftlich gut belegt. Kleinkinder brauchen 11 bis 14 Stunden Schlaf pro Tag, Kindergartenkinder 10 bis 13 Stunden und Schulkinder noch 9 bis 11 Stunden. Ja, das klingt viel. Aber gerade kranke oder anfällige Kinder brauchen diese Erholung dringend.

Feste Zu-Bett-Geh-Zeiten helfen enorm. Auch wenn es manchmal nervt und Diskussionen gibt: Ein geregelter Schlafrhythmus stärkt das Immunsystem nachhaltig.

2. Gute Ernährung – aber ohne Stress

Dein Kind braucht keine Superfoods, keine teuren Smoothies und keine perfekt ausgewogenen Mahlzeiten. Was wirklich zählt: Regelmäßiges Essen mit ausreichend Obst und Gemüse, genug Flüssigkeit (Wasser, ungesüßter Tee) und nicht zu viel Zucker. Einen Überblick über die wichtigsten Vitamine für Kinder findest du hier. Wenn dein Kind gerade in einer Phase steckt, in der es nur Nudeln oder Toast isst – okay. Das ist normal und geht meist vorbei.

Wichtiger als die perfekte Ernährung ist, dass du keinen Dauerstress ums Essen machst. Denn Stress schwächt die Abwehr mehr als mal eine Woche ohne Gemüse. Biete gesunde Sachen an, zwinge nichts auf und bleib entspannt.

3. Frische Luft – auch bei Kälte

Raus. Jeden Tag. Auch im Herbst, auch im Winter, auch wenn die Nase läuft. Frische Luft tut dem Immunsystem gut, Bewegung kurbelt die Durchblutung an und Tageslicht hilft bei der Vitamin-D-Bildung. Kälte allein macht nicht krank, Viren machen krank. Und die gibt es drinnen deutlich mehr als draußen.

Also: Warm anziehen und raus. Auch mit leichtem Schnupfen darf dein Kind an die frische Luft. Nur bei Fieber sollte es zuhause bleiben und sich ausruhen.

4. Zeit zum Auskurieren – wirklich zu Ende

Einer der häufigsten Fehler: Das Kind zu früh wieder in die Kita schicken. Klar, du musst arbeiten, die Betreuung ist schwierig zu organisieren und nach drei Tagen wirkt dein Kind schon wieder fit. Aber wenn der Körper nicht vollständig auskuriert ist, kommt der nächste Infekt schneller. Die Faustregel lautet: 24 Stunden fieberfrei und wieder munter, bevor es zurück in die Kita geht.

Ja, das ist manchmal kaum zu stemmen. Aber langfristig fahrt ihr besser damit, eurem Kind die Zeit zu geben, die es braucht.

5. Händewaschen – das Einfachste und Wirksamste

Bring deinem Kind bei, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen: Nach dem Toilettengang, vor dem Essen, nach dem Spielen draußen und nach dem Naseputzen. Etwa 20 bis 30 Sekunden mit Seife, das reduziert die Ansteckungsgefahr nachweislich um bis zu 50 Prozent. Mach ein kleines Ritual daraus, sing ein Lied dabei oder zählt zusammen. Auch das Husten und Niesen in die Armbeuge (statt in die Hand) hilft, Viren nicht weiterzuverbreiten.

Hygiene ist keine Garantie gegen Infekte. Aber es ist eine der effektivsten Maßnahmen, die du im Alltag umsetzen kannst.

6. Vitamine und Nahrungsergänzung

Die Basis bleibt immer eine ausgewogene Ernährung. Aber wir wissen auch: Nicht jedes Kind isst perfekt, und gerade in stressigen Phasen mit ständigen Infekten kann es schwierig sein, auf alles zu achten.

Vitamin C kann die Dauer eines Infekts etwas verkürzen und den Körper beim Gesundwerden unterstützen. Besonders in der akuten Phase, wenn dein Kind gerade krank ist, kann eine zusätzliche Portion Vitamin C helfen, ob durch Obst, Säfte oder kindgerechte Ergänzungen.

Vitamin D ist tatsächlich ein wichtiger Punkt: Im Winter, wenn die Sonne wenig scheint und Kinder viel drinnen sind, kann eine Vitamin D3 K2 Supplementierung sinnvoll sein. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für das Immunsystem. Viele Kinderärzte empfehlen Vitamin D gerade in den Wintermonaten, wenn der Körper es nicht selbst durch Sonnenlicht bilden kann.

Multivitamine oder Immunprodukte können eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn dein Kind gerade sehr wählerisch isst, in einer besonders anstrengenden Phase steckt oder ihr das Gefühl habt, dass die Basis-Versorgung nicht optimal ist. Sie ersetzen keine gesunde Ernährung, können aber helfen, Lücken zu schließen.

Wichtig ist: Wenn du dich für Nahrungsergänzung entscheidest, achte auf kindgerechte Dosierungen und Qualität. 

 

Wann wird es besser? Die ehrliche Antwort

Das ist wahrscheinlich die Frage, die dich am meisten beschäftigt: Wie lange geht das noch so weiter?

Die ehrliche Antwort: Es wird besser. Aber es braucht Zeit.

Die ersten ein bis zwei Kita-Jahre sind die härtesten

Die meisten Kinderärzte sagen: Das erste Kita-Jahr ist ein Ausnahmezustand. Manche Kinder haben in dieser Zeit wirklich jeden Infekt mitgenommen, der gerade kursiert. Im zweiten Jahr wird es meist schon deutlich besser. Das Immunsystem hat viele Erreger schon kennengelernt und reagiert schneller. Ab dem dritten Kita-Jahr oder spätestens mit Schulbeginn sind die meisten Kinder deutlich robuster.

Das heißt nicht, dass dein Kind ab dann nie mehr krank wird. Aber die Abstände zwischen den Infekten werden größer, die Verläufe werden milder und die Erholungsphasen werden länger.

Jeder Infekt zahlt auf ein Konto ein

So frustrierend es ist: Jeder einzelne Infekt, den dein Kind jetzt durchmacht, macht es langfristig stärker. Das Immunsystem speichert jeden Erreger ab und weiß beim nächsten Kontakt: "Kenne ich schon, weiß ich, wie ich damit umgehe." Diese Phase ist wie eine Investition in die Zukunft.

Im Sommer wird es meist deutlich ruhiger

Viele Eltern berichten: Im Frühjahr und Sommer sind die Kinder plötzlich viel seltener krank. Das liegt daran, dass Erkältungsviren bei wärmeren Temperaturen weniger zirkulieren und die Kinder mehr draußen sind. Nutzt diese Zeit, um durchzuatmen und Kraft zu tanken für den nächsten Winter.

Es kommt ein Tag, an dem du zurückblickst und merkst: Es ist vorbei

Irgendwann – vielleicht nach einem Jahr, vielleicht nach zwei Jahren – wirst du plötzlich feststellen: Dein Kind ist schon seit Wochen nicht mehr krank gewesen. Die ständigen Infekte sind einfach weg. Und dann weißt du: Ihr habt es geschafft.

Bis dahin: Halt durch. Diese Phase geht vorbei.

 

Häufige Fragen

Ab wann sollte ich mit meinem Kind zum Arzt?

Bei leichten Erkältungen mit Schnupfen und Husten musst du nicht sofort zum Arzt. Wenn dein Kind aber hohes Fieber über 39°C hat, das länger als drei Tage anhält, wenn es apathisch wirkt, schlecht trinkt oder Atemnot hat, solltest du ärztlichen Rat einholen. Bei Babys unter drei Monaten gilt: Schon ab 38°C Fieber lieber einmal zu viel checken lassen. Grundsätzlich gilt: Wenn dein Bauchgefühl sagt, dass etwas nicht stimmt, geh zum Arzt.

Kann ich das Immunsystem meines Kindes wirklich stärken?

Ja, aber nicht mit Wundermitteln. Die Basis ist ein gesunder Lebensstil: ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft und gute Hygiene. Das sind die Dinge, die nachweislich helfen. 

Soll ich meinem Kind Vitamine geben?

Vitamine können das Immunsystem sinnvoll unterstützen, besonders in Phasen mit vielen Infekten, Wachstumsschüben oder im Winter. Eine abwechslungsreiche Ernährung bleibt die beste Grundlage, doch gezielt eingesetzte Vitamine, etwa Vitamin D oder bestimmte Mikronährstoffe, können ergänzend hilfreich sein. Wichtig ist, altersgerecht zu dosieren und bei Unsicherheit Rücksprache mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt zu halten.

Wie lange dauert diese Phase wirklich?

Die allermeisten Kinder durchleben die härteste Infektphase in den ersten ein bis zwei Kita-Jahren. Danach wird es meist deutlich besser. Mit Schuleintritt sind viele Kinder schon sehr viel robuster. Es braucht Geduld, aber es geht vorbei.

Warum sind andere Kinder nie krank?

Das stimmt meistens gar nicht. Die meisten Kinder haben ähnlich viele Infekte wie deins, du siehst es nur nicht. Manche Eltern erzählen auch nicht von jedem Schnupfen. Und ja, es gibt ein paar Kinder, die weniger oft krank sind. Das ist genetisch bedingt oder sie hatten einfach Glück. Aber die Mehrheit kämpft genauso wie ihr.

Muss ich mein Kind bei jedem Schnupfen zuhause lassen?

Nein. Ein leichter Schnupfen ohne Fieber und gutes Allgemeinbefinden ist kein Grund, zuhause zu bleiben. Die Faustregel: Wenn dein Kind Fieber hat, sich sehr schlecht fühlt oder ansteckende Krankheiten wie Magen-Darm hat, bleibt es zuhause. Bei einem harmlosen Restschnupfen nach einer ausgeheilten Erkältung kann es wieder in die Kita.

Ich bin selbst am Ende. Ist das normal?

Ja. Absolut. Diese Phase ist nicht nur für dein Kind hart, sondern auch für dich. Ständige Sorgen, schlaflose Nächte, Organisations-Stress, Schuldgefühle gegenüber dem Arbeitgeber, das zehrt an den Kräften. Es ist okay, erschöpft zu sein. Es ist okay, manchmal frustriert oder wütend zu sein. Und es ist okay, dir Hilfe zu holen, sei es von Familie, Freunden oder auch professionell, wenn es zu viel wird.

Sollte ich eine Kur in Erwägung ziehen?

In Ausnahmefällen kann eine Mutter-Kind-Kur sinnvoll sein, vor allem wenn die Belastung so groß ist, dass die ganze Familie darunter leidet. Das solltest du mit eurem Kinderarzt besprechen. Für die meisten Familien reicht es aber, die Zeit durchzustehen und zu wissen: Es wird besser.

 

Du machst das gut

Dein Kind ist schon wieder krank. Die Nase läuft, der Husten kommt nachts zurück und du fragst dich, wann dieser Kreislauf endlich durchbrochen wird. Wir wissen, wie hart das ist. Für dein Kind, für dich, für die ganze Familie.

Aber jetzt weißt du auch: Es ist normal. Es hat einen Sinn. Und es geht vorbei.

Das Immunsystem deines Kindes lernt gerade. Jeder Infekt macht es stärker. Jeder durchgestandene Schnupfen ist ein Schritt in Richtung eines robusten, gesunden Körpers. Du kannst nicht jeden Infekt verhindern, aber du kannst deinem Kind helfen, gut durchzukommen. Mit ausreichend Schlaf, guter Ernährung, frischer Luft und vor allem: mit deiner Liebe und Geduld.

Diese Phase ist eine Durststrecke. Sie fühlt sich endlos an. Aber sie hat ein Ende. Irgendwann wirst du zurückblicken und denken: Wir haben es geschafft.

Bis dahin: Atme durch. Sei nachsichtig mit dir selbst. Und wisse: Du machst das gut.

Auch wenn sich manche Tage nicht so anfühlen.

 


Quellen & weiterführende Informationen

  1. Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ): "Infekte im Kindesalter"
  2. Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ): Empfehlungen zur Infektanfälligkeit
  3. Robert Koch-Institut (RKI): Studien zu Atemwegsinfekten bei Kindern
  4. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Kindergesundheit
  5. Stiftung Kindergesundheit: Immunsystem stärken
  6. Verbraucherzentrale: Nahrungsergänzungsmittel für Kinder

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei individuellen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt.

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