Du lebst vegan. Oder du überlegst, dein Kind vegan zu ernähren.
Vielleicht aus ethischen Gründen, vielleicht aus gesundheitlichen. Vielleicht, weil dein Kind selbst kein Fleisch mehr essen möchte. Aber dann kommen die Fragen: Bekommt mein Kind wirklich alles, was es braucht? Was ist anders als bei Mischkost? Worauf muss ich wirklich achten?
Die gute Nachricht: Kinder können vegan gesund aufwachsen. Die ehrliche Nachricht: Es gibt ein paar Nährstoffe, die du im Blick haben solltest. Nicht viele, genau genommen sind es sieben. Und wenn du die kennst, ist der Rest gar nicht so kompliziert.
In diesem Artikel erfährst du, welche Nährstoffe bei veganen Kindern wichtig sind, was du ganz easy über die Ernährung hinbekommst und wo du ergänzen solltest. Wissenschaftlich fundiert, aber ohne Fachchinesisch, damit du entspannt sein kannst, dass dein Kind alles bekommt, was es braucht.

Kann mein Kind vegan gesund aufwachsen?
Die kurze Antwort: Ja. Absolut.
Studien zeigen: Vegane Kinder, die gut versorgt werden, wachsen genauso gesund auf wie Kinder mit Mischkost. Sie entwickeln sich normal, haben ein gesundes Gewicht und oft sogar einige Vorteile – mehr Ballaststoffe, mehr ungesättigte Fettsäuren, mehr sekundäre Pflanzenstoffe. Viele vegane Kinder essen mehr Obst, Gemüse und Vollkorn als der Durchschnitt. Das ist doch schon mal gut, oder?
Aber – und jetzt kommt der Punkt – "gut versorgt" bedeutet nicht einfach nur "Fleisch und Milch weglassen und fertig". Es bedeutet: Wissen, welche Nährstoffe wichtig sind, und die gezielt über Lebensmittel oder Ergänzungen zuführen. Das klingt erstmal nach viel Arbeit. Ist es aber gar nicht, wenn du einmal weißt, worauf es ankommt.
Was sagen die Experten?
Die Fachgesellschaften sind sich im Grunde einig: Eine vegane Ernährung bei Kindern ist möglich, braucht aber Wissen. Die amerikanische Academy of Nutrition and Dietetics sagt ganz klar: Eine gut geplante vegane Ernährung ist für alle Lebensphasen geeignet, auch für Kinder. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist etwas vorsichtiger formuliert, sagt aber auch: Mit fachkundiger Beratung und gezielter Ergänzung ist es machbar.
Was heißt das für dich? Du brauchst keine Angst zu haben. Du brauchst einfach einen Plan. Und genau den bekommst du hier.
Die Basis muss stimmen
Bevor wir zu den kritischen Nährstoffen kommen, lass uns kurz über die Basis reden: Eine vegane Kinderernährung lebt von Vielfalt. Dein Kind braucht ausreichend Kalorien, genug Protein und eine bunte Mischung aus Obst, Gemüse, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen. Eine einseitige Ernährung – egal ob vegan oder nicht – führt zu Mängeln. Aber das weißt du wahrscheinlich schon.
Die gute Nachricht: Viele Nährstoffe sind bei einer abwechslungsreichen veganen Kost überhaupt kein Thema. Vitamin C, Folsäure, Magnesium, Kalium – das alles steckt reichlich in pflanzlichen Lebensmitteln. Auch Protein ist kein Problem, wenn dein Kind regelmäßig Hülsenfrüchte, Tofu, Nüsse und Vollkorn isst.
Aber es gibt fünf Nährstoffe, bei denen du ein bisschen aufpassen solltest. Schauen wir sie uns an, und keine Sorge: Das ist weniger kompliziert, als du vielleicht denkst.
Diese 5 Nährstoffe sind bei veganen Kindern wichtig

1. Vitamin B12 – Hier führt kein Weg an Supplements vorbei
Vitamin B12 ist der wichtigste Nährstoff auf dieser Liste. Der einzige, bei dem es keine Diskussion gibt. Ohne Supplement geht's nicht.
Warum ist B12 so wichtig für dein Kind?
Vitamin B12 ist essenziell für die Blutbildung und die Entwicklung des Nervensystems. Ein Mangel in der frühen Kindheit kann zu schweren, teils bleibenden Entwicklungsstörungen führen. Von Wachstumsverzögerungen über neurologische Schäden bis hin zu Entwicklungsrückständen. Das klingt dramatisch. Ist es auch.
Kann ich B12 über die Ernährung decken?
Nein. Vitamin B12 kommt praktisch nur in tierischen Lebensmitteln vor. Es gibt keine zuverlässige pflanzliche Quelle. Auch Algen, Spirulina oder Chlorella sind keine Lösung, denn die enthalten B12-Analoga, die dein Kind nicht nutzen kann. Das sind sozusagen "falsche" B12-Formen.
Was muss ich tun?
Dein Kind braucht täglich ein B12-Supplement. Das kann eine Tablette, Tropfen oder ein Spray sein. Die empfohlene Tagesdosis liegt je nach Alter bei etwa 2,5 bis 4 µg täglich. Wenn du stillst und selbst vegan lebst, musst auch du B12 supplementieren, sonst hat deine Muttermilch zu wenig davon.
B12 ist nicht verhandelbar. Es ist der eine Nährstoff, bei dem es kein "Vielleicht" gibt. Aber die gute Nachricht: Es ist super easy umzusetzen. Ein paar Tropfen am Tag, fertig.

2. Eisen – Mit einem kleinen Trick gut machbar
Eisen ist so ein Nährstoff, bei dem viele Eltern unsicher sind. Kann mein Kind ohne Fleisch überhaupt genug Eisen bekommen? Die Antwort: Ja, aber du musst wissen wie.
Warum ist Eisen wichtig?
Eisen transportiert Sauerstoff im Blut. Es ist entscheidend für Energie, Wachstum und Konzentration. Ein Eisenmangel führt zu Müdigkeit, Blässe und Leistungseinbußen. Gerade bei Kindern im Wachstum ist das nicht ideal.
Kann ich Eisen über die Ernährung decken?
Ja, mit einem Trick. Pflanzliches Eisen wird schlechter aufgenommen als tierisches. Aber: Wenn du eisenreiche Lebensmittel mit Vitamin C kombinierst, verbessert sich die Aufnahme deutlich. Eisenreiche pflanzliche Lebensmittel sind Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen, Bohnen), Vollkorngetreide, Haferflocken, Nüsse und grünes Blattgemüse.
Was muss ich tun?
Achte darauf, dass dein Kind regelmäßig eisenreiche Lebensmittel isst, am besten kombiniert mit Obst oder Gemüse, das viel Vitamin C enthält (Paprika, Orangen, Beeren, Brokkoli). Ein Beispiel: Haferflocken mit Beeren zum Frühstück. Oder Linseneintopf mit Paprikastreifen. Das machst du wahrscheinlich eh schon.
Lass den Eisenstatus beim Kinderarzt checken, um zu wissen, wo ihr steht. Eisenmangel bei Kindern ist übrigens gar nicht so selten, auch bei guter Ernährung. Wenn die Werte niedrig sind, können kindgerechte Eisen-Ergänzungen eine richtig gute Unterstützung sein. Die sind extra für Kinder gemacht und helfen, die Speicher wieder aufzufüllen.

3. Jod – Oft unterschätzt
Jod ist ein Nährstoff, den viele Eltern gar nicht auf dem Schirm haben. Dabei ist er enorm wichtig.
Warum braucht dein Kind Jod?
Jod ist nötig für die Schilddrüsenhormone, die Stoffwechsel, Wachstum und Gehirnentwicklung steuern. Ein Jodmangel kann zu Schilddrüsenunterfunktion führen und schon bei leichtem Mangel die Entwicklung und Lernfähigkeit beeinträchtigen.
Kann ich Jod über die Ernährung decken?
Schwierig. Die Hauptquellen für Jod sind Seefisch und Milchprodukte. Beides fällt bei veganer Ernährung weg. Pflanzliche Lebensmittel enthalten meist sehr wenig Jod, weil unsere Böden jodarm sind. Auch pflanzliche Milchalternativen sind in der Regel nicht ausreichend jodiert.
Was muss ich tun?
Jod ist über die Ernährung schwer zu decken. Du kannst in kleinen Mengen Algen verwenden (z.B. Nori), aber Vorsicht: Der Jodgehalt schwankt stark und kann auch zu hoch sein. Die sicherste Variante ist ein kindgerechtes Jod-Supplement, das du gezielt dosieren kannst. Sprich mit eurem Kinderarzt über die richtige Menge. Gerade in Wachstumsphasen ist eine verlässliche Jodversorgung wichtig.

4. Calcium – Hier wird's ehrlich gesagt etwas knifflig
Calcium ist der Baustein für Knochen und Zähne. Und ohne Milchprodukte ist das tatsächlich eine der größeren Herausforderungen. Aber keine Panik – es gibt Lösungen.
Warum ist Calcium wichtig? Calcium baut Knochen und Zähne auf und ist wichtig für Muskulatur, Nerven und Blutgerinnung. Gerade bei Kindern im Wachstum brauchst du hier eine verlässliche Versorgung.
Kann ich Calcium über die Ernährung decken? Theoretisch ja. Praktisch? Kommt drauf an. Gute pflanzliche Quellen sind grünes Gemüse (Brokkoli, Grünkohl), Sesam und Tahin, Mandeln, calciumreiches Mineralwasser (ab 150 mg/l) und Tofu (wenn mit Calcium hergestellt).
Aber lass uns ehrlich sein: Um den Calciumbedarf zu decken, bräuchtest du große Mengen davon. Ein Glas Kuhmilch (200 ml) hat etwa 240 mg Calcium. Um das mit Brokkoli zu erreichen, müsste dein Kind etwa 300 g gekochten Brokkoli essen. Jeden Tag. Und mal Hand aufs Herz: Wie realistisch ist das?
Was muss ich tun?
Kombiniere calciumreiche Lebensmittel (grünes Gemüse, Sesam, Mandeln) mit calciumangereichertem Pflanzendrink oder calciumreichem Mineralwasser (ab 150 mg/l). Wichtig: Bio-Pflanzendrinks dürfen oft nicht angereichert werden,schau auf die Zutatenliste.
Calcium ist nicht so easy wie oft behauptet. Es braucht entweder sehr bewusste Planung oder ein Supplement. Und beides ist völlig in Ordnung. Wenn du unsicher bist, lass beim Kinderarzt die Werte checken und dich beraten.
5. Omega-3 (DHA) – Algenöl ist die Lösung
Omega-3-Fettsäuren, besonders DHA, sind wichtig für die Entwicklung von Gehirn und Augen.
Warum braucht dein Kind Omega-3?
Die langkettige Omega-3-Fettsäure DHA ist entscheidend für die Entwicklung des Gehirns und der Netzhaut. Bei Säuglingen und Kleinkindern unterstützt DHA die kognitive Entwicklung und das Sehvermögen.
Kann ich Omega-3 über die Ernährung decken?
Teilweise. Pflanzliche Öle wie Leinöl, Rapsöl oder Walnüsse enthalten die Omega-3-Vorstufe ALA. Aber: Der Körper wandelt ALA nur sehr schlecht in das wichtige DHA um. Für eine ausreichende DHA-Versorgung reicht das nicht.
Was muss ich tun?
Gib deinem Kind ein DHA-Präparat aus Algenöl. Das ist pflanzliches DHA und ähnlich wie aus Fischöl. Die empfohlene Tagesdosis liegt je nach Alter bei etwa 100-250 mg DHA. Algenöl gibt es als Tropfen oder Kapseln. Achte auf kindgerechte Dosierungen.

Was du über die Ernährung decken kannst (und was nicht)
Lass uns kurz zusammenfassen, damit du den Überblick hast:
Diese Nährstoffe musst du supplementieren:
- Vitamin B12 – Täglich, nicht verhandelbar
- Jod – Jodiertes Salz oder Supplement
- Omega-3 (DHA) – Algenöl
Diese Nährstoffe deckst du über die Ernährung (mit etwas Aufmerksamkeit):
- Protein – Hülsenfrüchte, Tofu, Nüsse, Vollkorn
- Eisen – Eisenreiche Lebensmittel plus Vitamin C; Werte checken lassen
- Calcium – Angereicherte Drinks, grünes Gemüse, calciumreiches Wasser – oder bei Bedarf supplementieren
- Zink – Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse (Mängel sind selten)
- Vitamin C, Folsäure, Magnesium – Steckt reichlich in Obst und Gemüse
Die Faustregel: B12, Jod und DHA supplementierst du. Den Rest holst du über abwechslungsreiche Ernährung – wenn du weißt, worauf du achten musst. Klingt nach viel? Ist es gar nicht. Wenn du's einmal drauf hast, läuft's.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest (ohne dass du dich blöd fühlst)
Viele gut gemeinte Ansätze führen trotzdem zu Lücken. Das ist nicht schlimm, du kannst nicht alles wissen. Aber diese Fallen solltest du kennen:
"Bio-Hafermilch reicht doch für Calcium"
Nein, leider nicht. Bio-Pflanzendrinks dürfen in Deutschland oft nicht mit Calcium angereichert werden. Wenn dein Kind hauptsächlich solche Drinks trinkt, fehlt Calcium. Achte darauf, dass du angereicherte Produkte kaufst oder Calcium über andere Quellen (grünes Gemüse, Nüsse, Mineralwasser) zuführst.
"Algen und Chlorella haben doch B12"
Das ist ein gefährlicher Mythos. Algen, Spirulina und Chlorella enthalten B12-Analoga. Das sind "falsche" B12-Formen, die der Körper nicht nutzen kann. Sie können einen Bluttest sogar verfälschen. Verlasse dich niemals darauf. Dein Kind braucht echtes B12 aus einem Supplement.
"Wir essen so gesund und bunt, das passt schon"
Gesund und bunt ist super, aber es reicht nicht für B12 oder DHA. Diese Nährstoffe kommen in pflanzlichen Lebensmitteln einfach nicht vor oder nicht ausreichend. Du kannst noch so viel Gemüse essen, ohne Supplemente geht es bei diesen Nährstoffen nicht. Aber hey, das ist okay. Supplements sind kein Versagen, sondern einfach Teil veganer Ernährung.
"Mein Kind isst Nüsse, also ist Eisen kein Problem"
Nüsse enthalten zwar Eisen, aber nicht so viel wie oft angenommen. Außerdem hemmen Phytate die Aufnahme. Viel besser sind Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen) in Kombination mit Vitamin C-reichem Gemüse oder Obst. Lass regelmäßig die Eisenwerte checken, um sicherzugehen.
"Ich gebe schon ein Multivitamin, dann ist alles abgedeckt"
Das kommt drauf an. Viele Multivitamine für Kinder enthalten nicht genug B12 oder kein DHA. Schau genau auf die Zusammensetzung. Ein gutes Präparat sollte mindestens B12, Vitamin D und idealerweise auch Jod enthalten. DHA ist meist in einem separaten Öl.

Häufige Fragen
Ab welchem Alter kann ich mein Kind vegan ernähren?
Grundsätzlich von Geburt an, aber mit klarem Wissen und am besten mit Begleitung. Im ersten Lebensjahr ist Stillen ideal (und du als stillende Mutter musst selbst B12 supplementieren). Alternativ gibt es vegane Säuglingsmilch auf Sojabasis. Ab Beginn der Beikost (etwa 6 Monate) kannst du schrittweise pflanzliche Kost einführen. Wichtig: Je jünger das Kind, desto wichtiger ist eine enge Begleitung durch den Kinderarzt oder eine Ernährungsberatung. Aber bitte keine Panik, es ist machbar, wenn du dich informierst.
Wie viel Vitamin B12 braucht mein Kind?
Das hängt vom Alter ab. Als Richtwert:
- Säuglinge (0 bis 12 Monate): 0,5 bis 1,4 µg/Tag
- Kleinkinder (1 bis 4 Jahre): 1,5 µg/Tag
- Kinder (4 bis 7 Jahre): 2 µg/Tag
- Schulkinder (7 bis 10 Jahre): 2,5 µg/Tag
Die meisten B12-Präparate für Kinder sind entsprechend dosiert. Achte auf die Packungsbeilage und halte dich an die empfohlene Tagesdosis.
Muss ich ständig Blutwerte checken lassen?
Nein, nicht ständig. Aber: Einmal im Jahr ist sinnvoll, besonders in den ersten Jahren. So kannst du sichergehen, dass alles passt. Wenn die Werte mehrfach gut waren und dein Kind sich normal entwickelt, kannst du die Abstände auch vergrößern. Bei Auffälligkeiten (Müdigkeit, Blässe, Wachstumsverzögerung) solltest du natürlich sofort zum Arzt.
Was, wenn mein Kind sehr wählerisch isst?
Das ist eine Herausforderung, aber kein Weltuntergang. Wenn dein Kind viele Lebensmittel verweigert, wird es schwieriger, alle Nährstoffe über die Ernährung zu decken. In solchen Fällen werden gezielte Supplemente noch wichtiger. Sprich mit eurem Kinderarzt oder einer Ernährungsberatung darüber, wie ihr die Lücken schließen könnt. Und arbeite langfristig daran, die Lebensmittelvielfalt zu erhöhen, spielerisch und ohne Druck. Viele Kinder werden mit der Zeit offener. Und bis dahin: Supplements sind dein Freund.
Kann mein Kind in der Kita vegan essen?
Das hängt von der Kita ab. Immer mehr Einrichtungen bieten vegetarische oder vegane Optionen an, aber längst nicht alle. Sprich frühzeitig mit der Kita-Leitung. Viele Eltern geben ihrem Kind auch eine eigene Brotdose mit, um sicherzugehen, dass es gut versorgt ist.
Was, wenn mein Kind plötzlich doch Fleisch essen möchte?
Das kann passieren, und es ist okay. Dein Kind darf seine eigenen Entscheidungen treffen. Wenn es neugierig auf Fleisch wird oder bei Freunden probieren möchte, ist das kein Drama. Du kannst mit deinem Kind darüber sprechen, warum ihr vegan lebt, aber letztendlich sollte es kein Zwang sein. Viele Kinder entscheiden sich später selbst für oder gegen vegane Ernährung, und das ist in Ordnung.
Sind vegane Kinder kleiner oder schwächer?
Nein. Studien zeigen: Gut versorgte vegane Kinder wachsen genauso groß und sind genauso stark wie Mischkost-Kinder. Einzelne Studien haben teils etwas geringere Durchschnittsgrößen gefunden, aber die Unterschiede waren minimal und meist auf andere Faktoren (wie längeres Stillen oder genetische Veranlagung) zurückzuführen. Entscheidend ist, dass dein Kind ausreichend Kalorien, Protein und alle Mikronährstoffe bekommt. Dann entwickelt es sich völlig normal.

Du schaffst das
Dein Kind vegan zu ernähren ist kein Hexenwerk, aber es ist auch kein "einfach machen und hoffen, dass es passt".
Es bedeutet: Ein bisschen Wissen, ein bisschen Planung und ein paar Supplemente. Aber wenn du das hast, kann dein Kind genauso gesund aufwachsen wie jedes andere Kind. Kein Unterschied.
Die wichtigsten Punkte noch einmal: Vitamin B12 ist Pflicht, jeden Tag. Jod und DHA sind sehr empfohlen. Eisen und Calcium: Mit guter Planung über die Ernährung machbar, aber im Blick behalten. Lass ab und zu Blutwerte checken, damit du entspannt sein kannst.
Du machst dir Gedanken. Du informierst dich. Du willst das Beste für dein Kind. Genau deshalb wird es funktionieren. Mit dem Wissen aus diesem Artikel weißt du jetzt, worauf es ankommt. Du kennst die fünf wichtigen Nährstoffe, du weißt, wo du ergänzen musst und du kannst gezielt darauf achten, dass dein Kind optimal versorgt ist.
Vegane Kinderernährung ist möglich. Sie ist sicher. Und sie kann gesund sein, wenn du weißt, wie.
Quellen & weiterführende Informationen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): "Vegane Ernährung: Nährstoffversorgung und Gesundheitsrisiken im Säuglings- und Kindesalter"
- Academy of Nutrition and Dietetics: "Position Paper on Vegetarian Diets"
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): "Vegane Ernährung kann zu irreversiblen Schädigungen bei Kindern führen"
- VeChi-Studie: "Vegetarian and vegan diets in children and adolescents" (2020)
- Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ): Stellungnahme zur veganen Ernährung
- Verbraucherzentrale: "Vegane Ernährung: Kindern fehlen oft wichtige Nährstoffe"
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei individuellen Fragen zur Ernährung deines Kindes wende dich bitte an deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt sowie an qualifizierte Ernährungsberater*innen.




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